Berichte - Marathons, Ultras und Laufalltag

Sonntag, 26. September 2021

(Ultra)marathons laufen in Zeiten der Pandemie

Keine leichte Zeit war das, 2020 hat die Pandemie zugeschlagen, danach war erst einmal Schluß mit großen, offiziellen Läufen. Weitergelaufen bin ich dennoch, es gab 2020 immerhin 14 Ultras und Marathons, an denen ich teilgenommen habe. 

Besonderers Highlight: der Neckarlauf im September 2020 ( hier gibts Infos zu diesem Lauf. ) Ein Etappenlauf mit sieben Etappen von der Neckarquelle in Villingen-Schwenningen bis zur Einmündung in den Rhein in Mannheim. Für mich war es vielleicht die absolute Krönung meiner "Laufkarriere". 370 Kilometer innerhalb einer Woche zu laufen, das ist wahrlich kein kurzer Lauf. 

Ich bin natürlich auch viel gewalkt, gerade an Steigungen geht bei mir ja eh nix mit laufen, dafür bin ich einfach zu fett oder zu schwer oder habe schlechte Hebelverhältnisse oder einfach alles zusammen. Mir hat es viel Spaß gemacht und ich war schon ganz schön stolz, dass ich das geschafft habe. 

Ansonsten gab es 2020 nur einen einzigen größeren Marathon, den Neckarufermarathon in Stuttgart. Was für ein Zufall, dass die einzigen beiden etwas größeren Läufe, bei denen ich 2020 mitgemacht habe, am Neckar entlanggeführt haben. 

Ansonsten waren es viele schöne kleine Läufe im Odenwald, bei denen ich dabei sein konnte. 

Und 2021 ging es so weiter, dass ich mal im Taunus, mal in Ostwestfalen oder ganz um die Ecke von Darmstadt, nämlich in Dietzenbach, Marathons laufen konnte. Dann hatte ich mir auch ein großes Highlight vorgenommen, nämlich den Mährischen Ultramarathon (Moravsky Ultramarathon) (hier der Link zu diesem Lauf) in Tschechien, der aus 7 Marathons besteht, die von verschiedenen Startorten aus immer nach Lomnice, einem schönen kleinen Ort in Mähren führen. Leider hat dann mein Knie gezickt, so dass ich nur drei von den geplanten sieben Marathons laufen konnte. 

Danach war die Luft erstmal total raus, ich hatte überhaupt keine Lust mehr zum Laufen. Und bin tatsächlich 6 Wochen nicht einen Schritt gelaufen. Ende August habe ich dann wieder zaghaft angefangen und bin heute - also am 26. September 2021 - zum ersten Mal wieder eine zweistellige Kilometerzahl gelaufen. 10 Kilometer. Es hat Freude gemacht, ich war sehr, sehr langsam - und habe mich richtig wohl gefühlt. Ist doch schön, oder?


Montag, 13. Januar 2020

Huch, 2019 ist schon vorbei!

Da ging das Jahr 2019 ja doch ganz schön schnell vorbei - und hier auf dem Blog ist seitdem wenig passiert. Ich habe nur meine Marathons in die Liste nachgetragen, war aber immer zu faul oder zu beschäftigt oder zu geknickt oder oder... um hier Berichte zu schreiben.

Dazu habe ich jetzt gerade auch keine Zeit, aber ein Mini-Jahresrückblick gibt es doch:
nach dem Dubai Marathon, der für mich ja richtig toll war und auch verhältnismäßig flott für meine ohnehin vorhandene Lahmarschigkeit, die jetzt noch durch Altsackigkeit verstärkt wird, kam im Februar mal wieder der Silbersee Marathon dran. Ausgerichtet vom LT Hemsbach, Laufen mit Bekannten, die genauso bescheuert sind wie ich.
Das Wetter war, glaube ich toll: Sonne und Frost. Das war klasse.

Und dann kam der Knaller: TransGrancanaria in - na wo wohl - auf Gran Canaria. Nur die Bambini-Strecke,d.h. Marathon. Nicht die Advanced Strecke mit 65 km oder die eigentliche TransGrancanaria Strecke mit 126 km oder sogar die Komplettumrundung mit IchWeissNichtGenauWieviel-Kilometern. So ein richtiger Trail. Mit Wegen, wo keine Wege sind. Wald, Geröll, noch mehr Geröll, Abstiege, Aufstiege und Ausblicken - ich war oft wie vom Donner gerührt, so schön war es. Auf den ersten Kilometern hab ich mich gleich mal fett hingelegt. Und teils bin ich aufm Popo runtergerutscht, weil es so steil und unwegsam war. Unterwegs gab es frisch zubereitete Paella und Bier (mit Alk!). Und am Ende, als wir schon im Stadtgebiet von Maspalomas war, wo wir gemütlich auf Strassen hätten laufen können - ja, nein, natürlich nicht! Da durften wir durch ein trockenes Flußbett laufen mit Steinquadern und fiesen Stolperfallen. Einfach mega! Und der Zieleinlauf war ein blau ausgelegter Zielkanal, der auf den letzten paar Metern etwas anstieg, so dass ich gefühlt habe, als wäre ich supergut und würde direkt aufs Zielpodest laufen. Ohne Worte und einfach faszinierend. 

Dann im März der Down Syndrom Lauf in Fürth, tolle Strecke im Südpark in Fürth, viele gut gelaunte Menschen, nach jeder Runde (die so knapp 2 km lang war, glaub ich) gab es einen Hallendurchlauf. Bombige Versorgung, angenehmes Laufwetter - toll.

Im April dann nach einer Dienstreise: der Marathon in Kreta, genauer gesagt in Chania. Wendepunkstrecke, etwas wellig und durch o.g. Lahmarschigkeit und Altsackigkeit kam ich zu dem Vergnügen, zeitweise auf für den Verkehr freigegebenen Straßen laufen zu dürfen. Wohlgemerkt, griechischer Verkehr...Hm, war nicht immer angenehm. Dabei konnte ich wieder aufholen und war dann wieder von den Autos befreit. Die Läufer*innen, die hinter mir waren (ja, die gab es tatsächlich!) mussten das die ganze Zeit auf der zweiten Hälfte erdulden. Naja, Sonst war es toll, der Blick auf der einen Seite auf das Meer, auf der anderen Seite die schneebedeckten Berge. Wunderschön.

Jetzt hab ich keine Zeit mehr. Da sind dann noch im Mai der Knastmarathon, im Juni der Eco Trail in Stockholm und den Rest hab ich grad vergessen. Vielleicht schreibe ich darüber ein anderes Mal noch ein bisschen.

Dienstag, 5. Februar 2019

Dubai Marathon, 25. Januar 2019



Das war mein erster außereuropäischer Marathon - sehr, sehr spannend. Und in den Vereinigten Arabischen Emiraten war ich auch zum ersten Mal. Eine Welt zwischen Postmoderne und Tradition, viele verschiedene Menschen aus allen möglichen Regionen der Welt - ich bin noch voller Eindrücke, das muss ich erst einmal verarbeiten.
Und der Marathon war klasse, eine an sich öde Strecke - eine Wendepunktstrecke, von der einige Teile zweimal zu durchlaufen waren, aber mir hat es sehr gut gefallen. Die Versorgung war top, immer war Wasser da, alle 2,5 Kilometer und es gab Obst. Und im Ziel eine fette Medaille :)


Donnerstag, 2. August 2018

6h-Lauf Schwindegg, 28. Juli 2018



Dieser 6h-Lauf ist für mich zeitlich sehr günstig gelegen und außerdem kann ich von Esslingen aus anreisen - das sind zwar auch 280 Kilometer, aber von und nach Darmstadt sind es über 400.

Gesagt - getan: angemeldet und als DUV-Mitglied auch noch 5 Euro gespart - und 35 Euro sind als Meldegeld völlig in Ordnung.

Die Anreise war anfangs durch einen Stau etwas erschwert, aber letztlich hat alles hingehauen und ich war nach gut 3 Stunden Fahrt um kurz nach neun Uhr in Schwindegg angekommen. Richtig schön bayerisch ist es hier, die Zwiebelturmkirchen und natürlich der Zungenschlag der Menschen hier. Dort habe ich Conny und Jörg getroffen, das war super!

Es war bereits schon richtig warm, die Temperaturen stiegen im Laufe des Lauftages noch auf deutlich über 30 Grad.
Die Startnummernausgabe verlief reibungslos (allerdings gab es nur Nummer auf normalem Papier, die eigentlichen Startnummern wohl nicht angeliefert worden waren - und meine Nummer hat genau eine Viertelstunde überlebt....)

Die Startnummernausgabe klappte reibungslos
 
Auf dem Gelände des SV Schwindegg war schon alles vorbereitet für das Sommerfest, das später am Tag mit verschiedenen Sportveranstaltungen, Angeboten für Kinder und dem Schlosslauf beginnen sollte.

Wir wurden dann vom Veranstalter ein paar hundert Meter auf die Strecke geführt, weil die Startlinie an anderer Stelle als der Zieldurchlauf war. Grund war einfach der, dass durch die  "krumme" erste Runde so erreicht würde, dass die 50 km-Marke genau beim Durchlaufen der 22. Runde erreicht würde. Der Start erfolgte um 10 Uhr, d.h. wir würden so richtig schön in die Hitze laufen, bis dann um 10 Uhr die Schlusssirene ertönen würde.

Sechs Stunden laufen bei der Hitze....? Crazy.... (Foto von Conny)

Das hat mich nun nicht gekümmert, so viele Kilometer würde ich eh nicht schaffen, zumal an einem so heißen Tag.
Die Runde von rund 2,3 km war sehr abwechslungsreich, mal entlang einer Strasse und eines Maisfeldes, dann kurz über einen Pfad durch ein kleines Wäldchen, dann schön schattig an Sportplätzen entlang, ehe es dann wieder auf einen Feldweg ging um dann über kleine Brückchen dann wieder auf das Festgelände zu kommen.

Trailiger Abschnitt der Schwindegger Strecke....


....und nach dem Brückchen ist gleich der Zieldurchlauf erreicht.
 Hier waren der Zieldurchlauf und direkt danach die sehr gut bestückte Verpflegungsstelle. Da gab es alles, was die schwitzende Läuferin begehrt: Wasser, Apfelschorle, Iso, Cola, kaltes alkoholfreies Bier, Kekse, Obst, Kartoffeln, Salz...alles vom Feinsten. Und liebevoll angeordnet und toll gemanagt von den Helferinnen. Dafür ein dickes Dankeschön!

Direkt im Anschluss gab es dann zwei Wannen mit Schwämmen, ohne die ich nicht über die Runden gekommen wäre. In jeder Runde habe ich mich reichlich gewässert und einen vollen Schwamm mitgenommen.

Die Hitze war knackig, aber mit dem Wässern und viel Trinken war es richtig gut zu laufen. Ich habe schon früh mit Gehpassagen angefangen und habe ich durchweg wohl gefühlt. So gegen 14 Uhr, also nach 4 Stunden Laufzeit, wurde es zusehends wolkiger, der Wind nahm deutlich zu und es tröpfelte ein wenig. Ich habe schon ein heftiges Gewitter befürchtet, aber es verzog sich wieder. Ich lief und ging konstant meine Runden, brauchte für jede nach anfangs rund 17 Minuten irgendwann dann 19 oder 20 Minuten. Am Ende hatte ich dann 19 Runden und ein paar Meter geschafft, was dann 43,03 km ergab.
Hier erwischt mich Jörg in einer meiner letzten Runden... Lachen geht noch gut, die Vorfreude aufs Kaltgetränk ist stark!
 Nach der Schlusssirene legten wir alle unsere Holzstäbe mit unseren Startnummern auf den Boden, ich stärkte mich nochmals ordentlich und duschte dann in der Grundschule - sehr luxuriös, warme Duschen und sehr schöne Umkleideräume. Danach trieb mich der Hunger ins Festzelt, da habe ich mir erstmal eine dicke Bratschinken-Semmel gegönnt mit einem Mezzomix. Die Siegerehrung war dann auch im Freien und zu meiner Freude habe ich auch einen kleine Trophäe in Form eines silbernen Laufschuhs und eine Flasche Sekt bekommen (als AK-Siegerin, Kunststück bei zwei Frauen in der AK).

Danach bin ich dann nach gut 4,5 Stunden Fahrt, erst über Land und durch Landshut hindurch (schöne Stadt!) und dann über die Autobahn wohlbehalten zu Hause angekommen.
Schön war's - und auch mal eine Gegend, die einen Urlaub wert wäre!

Montag, 4. Juni 2018

12. Knastmarathon Darmstadt-Eberstadt, 27. Mai 2018

Mal wieder im Knast in meiner alten Heimat Darmstadt-Eberstadt (auch Watzedorf oder Ewwerscht genannt).
Und wie so oft: brüllende Hitze im Knast, vor allem in der Nähe der Gefängnismauern. Aber das macht mal gleich gar nix, weil die Versorgung absolut top ist: jede Runde, d.h. alle 1,8 Kilometer gibt es Getränke, nach einer Weile auch Schokolade, Bananen, Äpfel und dazu noch 2 Duschen auf der Strecke. Dazu gibt es wieder ein personalisiertes Shirt mit Namen und Startnummern, dieses Jahr in schickem grau und einer sehr kreativen Gestaltung - toll!
Und natürlich der persönliche Service durch die Helfer, durchweg Inhaftierte, die mit Geduld und nicht nachlassender Freundlichkeit Becher anreichen und immer ein aufmunterndes Wort für einen übrig haben. Auch die Zuschauer, sowohl mitgereiste Freund/innen und Angehörige der LäuferInnen als auch Inhaftierte, die zu verschiedenen Zeiten an der Strecke auftauchen, feuern immer wieder und unermüdlich an. Ich kann recht gleichmässig laufen, werde dann langsamer und mache immer wieder kleine Gehabschnitte - und komme so für eine Verhältnisse sehr gut und in guter Verfassung ins Ziel. Dort wird mir die wieder schön gestaltete Medaille umgehängt und ich bekomme ein eiskaltes Malzbier und Cola - lecker! Es war mal wieder ein Erlebnis, der Knastmarathon - und hoffentlich auf ein Neues 2019!

Mittwoch, 30. Mai 2018

Prag Marathon, 6. Mai 2018


Endlich mal Prag Marathon, das erste Mal bin ich hier in Tschechien und das bei tollem Wetter. Allerdings gibt es einen fetten Wermutstropfen: ich  bin ohne die Schwester hier.
Zum Glück ist meine Gastgeberin nett und das Wetter toll. Und so erkunde ich Prag per pedes, vor, während und nach dem Marathon. Einfach nur toll!
Schon der Start in der Altstadt zu den Klängen von Smetanas "Die Moldau" aus seinem Werk "Mein Vaterland - Ma Vlast" ist unglaublich ergreifend.
Und dann die Strecke: oft über die Moldau gelaufen, oft haben wir sie im Blick - toll! Es ist warm, ich mache viele Gehpausen, aber das Finish ist toll und es sind immer noch viele ZuschauerInnen da. Hier muss ich nochmal hin!

Schönbuch Trophy, Marathon Trail, 29. April 2018

Es gibt Läufe, die sind einfach zu schwer für einen - also in diesem Falle für mich. Aber der Termin lag einfach so günstig und es war so nah von Esslingen aus - und den Schönbuch wollte ich immer schonmal kennenlernen. Und dann waren da noch die netten Laufbekannten - Grünschnabel, Keule, Birgit, Norbert und endlich auch mal wieder Kati!
Von Katis Blog geklaut - Kati sieht top aus, ich eher wie ein Flop
Die Strecke ist traumhaft schön, viele Trails, Berge, aber auch weite Ausblicke und klasse Verpflegung. Ich habe eigentlich immer die rote Laterne getragen, hatte die Besenläufer an meiner Seite bzw. hinter mir wissend - und bin als letzte auf dem Marktplatz in Herrenberg eingelaufen. Und habe es genossen!

6h Lauf Mörfelden, 8. April 2018

Nachdem es ja letztes Jahr nicht geklappt hat, konnte ich dieses Jahr die sehr schöne Runde rund ums Stadion in Mörfelden laufen - gut 2 km lang, flach, teils im Wald, teils mit Blick aufs Feld und einfach schön, so im Frühjahr. Es war warm, zu warm für meinen Körper, daher mussten nach 2,5 Stunden eben auch Gehpausen eingelegt werden. Die Organisation ist klasse, die Versorgung top und überhaupt - ein Lauf, den es hoffentlich wieder und dann ganz lange gibt! Die Marathondistanz hab ich geschafft, was will frau mehr?

Ostermarathon Hemsbach 31. März 2018

Das war ein sehr schöner Ostermarathon, das Wetter war fein, nicht zu warm und nicht zu kalt, viel Sonne - und natürlich, wie immer, 1.200 Höhenmeter um den Kreuzberg herum auf den 6 Runden zu je 7 Kilometer.
Ab der dritten Runde bin ich viel gewalkt, das ist mir gut bekommen und so war ich dann natürlich auch sehr langsam. Aber das ist recht so - ich habe es sehr genossen!

Montag, 19. Februar 2018

Silbersee-Marathon, 10. Februar 2018

Ach, was war das wieder schööön! Laufen mit den LT HemsbacherInnen ist doch eine der schönsten Beschäftigungen, die es gibt.
Diesmal wurde wieder am Silbersee in Bobenheim-Roxheim gelaufen, rund um den zweitgrößten See in Rheinland-Pfalz. Ich mache ja selber in den seltensten Fällen Fotos, daher habe ich diesmal Fotos von Joes Facebookseite und von der Seite vom Lauftreff Hemsbach. Der See empfängt uns an diesem Morgen grau in grau, aber das ist ja normal im Februar.
Grau, aber trotzdem ein Naherholungsgebiet - heute ein Lauferholungsgebiet!
Erstmal richten wir uns alle gemütlich ein - d.h. wir platzieren unsere  Taschen mit Futter und Getränken und Wechselklamotten auf und unter den Tischen und Bänken, die sehr tropisch dekoriert sind mit hübschen Schirmen. Eigentlich sind wir nämlich in der Karibik...das Thermometer hat sich halt so um 30 Grad oder 35 Grad nach unten hin vertan...
Tropical Feeling vor und während des Marathons... hier ist doch gut relaxen, oder?

Dann ist es auch schon Zeit zum Antreten und pünktlich um 9 Uhr starten wir an diesem kalten Wintermorgen auf die erste von insgesamt 8 Runden zu je etwas mehr als 5 km.
Startaufstellung am Silbersee und ich in orange ganz rechts außen
 Und diese Runden sind sehr kurzweilig: erst geht es 2 km auf Asphalt, dann kommt Schmodder und Schlamm über ca. 1 km und dann noch gut 2 km einen schönen nicht schlammigen Trail durch ein Wäldchen - und das direkt am Wasser. Wir sehen auch immer mal wieder Wasservögel, darunter einen ganz imposanten Schwan. Und in den Bäumen nisten Reiher.
Die ersten Runden laufe ich mit Ewald und Wolfgang, wobei Wolfgang nach Halbmarathon aufhört und sich als Zeitnehmer verdingt. Joe erwischt uns hier auf einer der ersten Runden, er läuft nämlich einige Runden andersherum, was ausdrücklich erlaubt ist. 
Joe, Ewald und ich
Dann gehts weiter, ich trabe noch ein paar Runden mit Ewald. Dann schließe ich mich Bernhard, Sara und Joachim an, die den Marathon walken und walke eine Runde mit ihnen. Die Runden sind zwar alle flach, aber nicht einfach zu laufen - der Schlamm nach km 2 ist nicht ohne und irgendwie ist der Silbersee-Marathon kein Marathon, der mir sehr leicht fällt.
Logger vom Hogger mit Ewald
 
Naja, aber das ist wurscht, ich laufe zuende, bekomme eine schöne Urkunde, trinke noch ordentlich was und kann mir sogar ein Stück Kuchen nehmen, der auf einem der Tische steht.
Und dann kommt Joe, der natürlich auch eine Urkunde bekommt - er ist eigentlich verletzt, aber das hält ihn schon mal gleich gar nicht davon ab, Marathon zu laufen. Und weil ich albern drauf bin, muss ich mit auf das Foto, wo er mit seiner Urkunde posiert, und blöd grinsen!
Joe mit blöd grinsender Marion! Ist ja auch Karneval!

Schön war es! Und die Nummer 215 ist gelaufen!











Montag, 8. Januar 2018

Fuldapromenade-Marathon, Kassel, 27. Dezember 2017

Einer geht immer noch - wenn auch auf den letzten Drücker. Ich wollte gerne dieses Jahr 10 Marathons laufen und was lag da näher, als auf dem Rückweg von Paderborn den Fuldapromenade-Marathon in Kassel zu laufen?
Klein und fein, veranstaltet von Sylke Kuhn und Michael Kiene, den beiden derzeit fleißigsten LäuferInnen im 100 Marathon-Club und eine sehr schöne Strecke: eine 7 Kilometerrunde, die sechsmal zu absolvieren war und sehr kurzweilig war.
Erst ging es auf der namengebenden Fuldapromenade ca. 3 Kilometer entlang, dann über die schon lange existierende Drahtbrücke und dann die restlichen 4 Kilometer durch das Gelände der ehemaligen Bundesgartenschau.
Die Strecke ist flach, das Wetter war für Ende Dezember herausragend -recht mild und kaum Regen und Wind und im Ziel gab es eine schöne Medaille.
Zwischendrin wurde ich fotografiert:
Auf der Strecke in Kassel!
Somit ist der 10. Marathon dieses Jahres im Kasten, das finde ich super!

Donnerstag, 30. November 2017

Firenze Marathon, 26. November 2017

Ein echter Klassiker, der Marathon in Florenz, dieses Jahr hat er seine 34. Auflage erlebt. Und das merkt man eigentlich überall, an der sehr gut organisierten Marathon Expo mit einer richtig toll gemachten Startnummernausgabe. Auch die Informationen sind sehr gut und übersichtlich, in mehreren Sprachen - alles Top. Und der Clou: es gab einen automatischen Check des Chips, der an der Startnummer war, als man auf dem Weg aus der Marathonmesse nach draussen war.

Automatischer Check des Chips: cool, da taucht dann schon der Name auf dem Bildschirm auf!
Und beim Rausgehen war dann, wie bei vielen Marathons, noch die "Narzissten-Tafel" aufgestellt, auf der die Namen aller vorangemeldeten LäuferInnen aufgedruckt war. Da musste ich natürlich auch gucken und hab mich gefunden!

Bildunterschrift hinzufügen
Das Wetter war am Anreisetag (Freitag) noch gut, auch am Samstag, als ich durch die Stadt gestreift bin, in der ich noch nie war. Die Stadt ist wirklich wunderschön und ein riesiges Freiluftmuseum, dafür bräuchte man eigentlich mindestens 2 oder 3 Wochen. Hier nur ein paar wenige Fotos:
Dom
Ponte Vecchio


Firenze Dixie Band
Und natürlich auch ein Foto vom Startbanner, das muss ja sein!
Da ging es am Sonntag los!
Und noch ein Selfie vor einer ziemlich alten Statue:
Zwei ältere Herr- bzw. Frauschaften
Palazzo Vecchio

Uffizien 

Judith haut Holofernes den Kopf ab

Thusnelda
Nach diesem schönen, langen Spaziergang habe ich mir eine hervorragende Pizza genehmigt und dann ging es am nächsten Tag raus zum Marathon - und mein Hotel, das übrigens sehr schnucklig war (Hotel Bavaria, nur 9 Zimmer, klein und fein), lag nur ca. 400 Meter von Start und Ziel weg. Da konnte ich mir den Kleidersack sparen, aber nicht den Schutzsack, denn es war kalt! 7 Grad nur, ein Temparatursturz von annähernd 10 Grad, brrrr!!! Und pünktlich zum Start fing es an zu regnen und zwar kräftig! Das ging dann so 3 Stunden lang, gespickt mit schönen Windböen, aber egal, ich war gut angezogen mit langem Tight und einem etwas dickeren langärmligen Shirt. Nach 3 Stunden hörte es fast ganz zu regnen auf und ab und an blitzte die Sonne durch.
Die Strecke war schön, erst ging es raus aus der Altstadt Richtung Hippodrom, da liefen wir ziemlich im Grünen, dann wieder zurück, durch das Stadion hindurch und dann in die Altstadt. Da war die Strecke sehr verwinkelt, aber auch ganz toll beeindruckend.
Publikum gab es angesichts des Wetters nicht so viel, aber diejenigen, die da waren, haben uns kräftig unterstützt mit "Ragazzi" Anfeuerungsrufen. Toll!
Und auf den letzten Kilometern war dann richtig viel los, teils auch etwas anstrengend, weil viele Menschen auch auf der Laufstrecke waren - das ist halt so, wenn man langsam läuft.
Egal, ich habe es genossen! Im Ziel gab es eine schöne Medaille:
Schöne Medaille aus Firenze, belissima!

Freitag, 3. November 2017

Frankfurt Marathon, 29. Oktober 2017


Jetzt schon zum 18. Mal dabei und mir macht es immer noch Spaß, in Frankfurt zu laufen. Aber der Spaß war getrübt, weil meine Schwester Sabine nicht mitlaufen konnte. Und das Wetter war auch nicht so doll, sehr windig, etwas Regen zwischendrin... naja. Aber es gab Medaillen im Ziel, auch schön!
Hoffentlich geht es nächstes Jahr dann wieder zu zweit durch Frankfurt in die gut Stubb Festhall!

Montag, 16. Oktober 2017

Lissabon Marathon, 15. Oktober 2017



In Lissabon war ich nur einmal vor vielen Jahren - und es hat mir damals gefallen. Einen Marathon konnte ich mir in dieser hügeligen Stadt aber nicht vorstellen.
Jetzt gibt es seit einigen Jahren den Rockn Roll Marathon Lissabon, der relativ flach ist. Erst fährt man mit dem Zug 30 km nach Westen, nach Cascais, und läuft dort eine Schleife von 12 Kilometern, die allerdings einige knackige Anstiege hat.
Und dann 30 Kilometer immer an der Atlantikküste entlang, später ist das dann schon der Rio Tejo, der aber noch so breit ist, das er wie ein Meer wirkt.
Es war heiß, also eigentlich saumässig heiß, über 30 Grad... das war morgens um 8 noch nicht so, da konnte ich noch ganz ordentlich laufen bis ca. Halbmarathon, aber dann habe ich gemerkt, dass das doch etwas arg warm war und ich nichts riskieren wollte. Zumal um mich herum einige LäuferInnen arge Probleme hatten, ein paar kippten gar um und mussten aufgeben. So habe ich eben bis zum Ziel die Salami-Taktik angewendet: 5 Minuten laufen, eine Minute gehen, später dann in kürzerem Wechsel. Das ging sehr gut, so konnte ich den Lauf bei guter Verfassung beenden. Und habe gesoffen wie ein Ochs: es gab alle 2,5 Kilometer Wasser, jedes Mal habe ich getrunken und es wohl auch gebraucht - ein Dixie war nämlich nicht notwendig, also war das viele Trinken wohl angesagt!

Ein schöner Lauf, aber besser bei 10 Grad kühleren Temperaturen!

Fotos von Lissabon und vom Lauf kommen noch.

Berlin Marathon, 24. September 2017




Jaaa, mal wieder Berlin - und diesmal wieder mit der Schwester! Wie toll ist das denn!
Wir haben uns ein schönes Hostel in einem ehemaligen Kloster gesucht, das vom Namen her gut zu uns passt - Three Little Pigs!
Und am Vorabend noch schön Essen und ins Kino und dann auf die Strecke  -für mich jetzt schon zum 17. Mal in Berlin.
Und wir haben es gut gemacht: das Wetter war feucht und irgendwie schwül, einfach anstrengend und da gab es eben einfach regelmässige Gehpausen.
Und so haben wir auch diesen Schwesternmarathon wunderbar ins Ziel gebracht!
YEAH!
Am Potsdamer Platz, ca. km 36

Und glücklich uns stolz im Ziel!

Dienstag, 18. Juli 2017

Bärenfels Trailmarathon, 15. Juli 2107

Am Bärenfels bei den "Fellers" in Hoppstädten zu laufen, ist sehr besonders. Nicht nur wegen der wunderbaren Natur im Grenzgebiet zwischen Rheinland-Pfalz und Saarland, sondern weil die Veranstaltungen höchst liebevoll und rustikal organisiert werden.
So ist die Meldestelle unter offenem Himmel auf einer Wiese, wo wir auch starten werden. Das Wetter ist klasse, nicht zu warm, bewölkt, trocken.
Und die Strecken werden immer wieder ein bisschen geändert und wo Trail draufsteht, ist auch Trail drin. Da werden die schönsten Singletrails ausgesucht, auf die man als nicht Ortskundige nie käme. Und auch schöne Anstiege und Abstiege, die ein wenig anstrengend sind und Trittfestigkeit erfordern.
Die hatte ich nicht immer, so habe ich mich in der zweiten Runde gleich zweimal hingelegt, aber nicht etwa auf Singletrails, sondern auf breiten Schotterwegen.
Und in der ersten Runde habe ich mich schön verlaufen und so ca. 45 Minuten verloren.
Egal!
Es war toll!
Ich will da wieder hin!
Ganz am Anfang der ersten Runde....
..am Ende der zweiten Runde mit Andrea, die sich mit mir verlaufen hat und hier ins Halbmarathonziel läuft...
...und ich bei meinem Zieleinlauf nach 43 Kilometern.

..bisschen Kopfschütteln wegen meiner Blödheit und ab zum Malzbier!

Mittwoch, 12. Juli 2017

Nachtmarathon Marburg, 30. Juni 2017


Wieder einmal in Marburg beim Nachtmarathon unterwegs gewesen, diesmal schon zum neunten Mal! Ich liebe diesen Marathon, nicht nur weil er nachts stattfindet (ok, der Start ist schon um 19 Uhr, also ist es anfangs ein Abendmarathon und dann, nach 3 Stunden etwa, wird er zum Nachtmarathon, wenn es dunkel wird). Ich mag diesen Marathon auch wegen seiner schönen Strecke: eine 10 Km Runde nach Norden, in den Vorort Wehrda, wo ich vor nunmehr 32 Jahren ein Jahr lang gewohnt habe. Dann läuft man 3 Runden zu je 10 km Richtung Süden, nach Gisselberg und Cappel, schön durch die Lahnauen. Jede Runde ist anders, weil es ja immer dunkler wird.
Und der Zieleinlauf ins Universitätsstadion ist auch klasse, da ist alles hell erleuchtet und auch zu später Stunde, wenn man wie ich sehr spät einläuft, ist noch alles an Zielverpflegung da, was das Läuferinnenherz begehrt.
Die Streckenversorgung ist selbstredend sehr gut, hier sind wahre Profis am Werke, die wissen, was wir LäuferInnen brauchen. Ich komme gerne wieder, dann wäre es der 10. Nachtmarathon in Marburg, also ein kleines Jubiläum (eigentlich würde es dann mein 11. Mal in Marburg sein, weil ich hier auch schonmal beim Lahntallauf im Februar einen Marathon gelaufen bin).
Nun noch ein Bild von meinem Zieleinlauf, den ich sehr genossen habe.
Strahlende Finisherin beim Nachtmarathon in Marburg

Mittwoch, 28. Juni 2017

Fidelitas Nachtmarathon Karlsruhe, 24. Juni 2017

Wurde ja auch mal Zeit... endlich bin ich mal bei Fidelitas Nachtlauf in Karlsruhe mitgelaufen, wenn auch nur die "Bambinistrecke" und nicht das Original, nämlich den 80 Kilometerlauf, der dieses Jahr schon zum 39. Mal (!) ausgetragen wurde.
Der Lauf wird von enthusiastischen LäuferInnen veranstaltet, das merkt man sowohl an der guten Organisation und auch an der Gelassenheit, mit der von der Startnummernausgabe bis zum Glückwunsch im Ziel und der Medaillenübergabe alles wunderbar läuft.
Der Lauf ist von der Anzahl der Teilnehmenden überschaubar, beim Ultra sind es ca. 150,  beim Marathon ca. 80 LäuferInnen und auch Wanderer und Wanderinnen, die auf die Strecken gehen. Am Vortag wird auch noch ein Kindertriathlon ausgerichtet - Wahnsinn, was da das Team vom FC Südstern und PSK auf die Beine stellen!
Wir Marathonläufer/innen wurden erst einmal mit dem Bus nach Mutschelbach gefahren zum Marathonstart. Ich habe mit Petra und Heike mal wieder gleich zwei Bekannte getroffen, mit denen ich mich über das Bevorstehende austauschen konnte.
Als wir auf den Start warteten, kam der erste 80 km Läufer vorbeigerauscht, der bereits mit den anderen Ultras um 17 Uhr auf die Strecke gegangen war.
Wir sind dann um 20 Uhr gestartet, sehr entspannt und fröhlich. Die Strecke ist ganz große Klasse - es geht durch die sanfte Hügellandschaft, durch Felder und Hochflächen mit schönen Ausblicken, mal durch kleine Ortschaften und natürlich durch den Wald. Es gibt einige Anstiege, die ich auch gegangen bin, aber es waren keine krachenden Berge dabei.
Die Streckenversorgung war gut, Bananen, Brot, Hefezopf, Nüsse und ein reiches Getränkeangebot mit Wasser, Apfelschorle, Cola und Tee. Perfekt! Und sehr nette, hilfsbereite HelferInnen, danke!
Manchmal waren die VPs ein bisschen weit auseinander für mich als langsame Läuferin, da hätte ich besser meinen Trinkrucksack mitgenommen. Durch die hereinbrechende Nacht wurde es aber rasch kühl, so dass das eigentlich dann nicht wirklich ein Problem war.
Erst zum Ende hin habe ich meinen rechten Fuß mit der Metatarsalgie oder dem Hammerzeh oder was immer das genau ist gemerkt - aber auch schon deutlich gespürt, dass mir die Fußgymnastik sehr gut tut!
Schon ca. 3 Kilometer vor dem Ziel hat man den Stadionsprecher gehört - überhaupt, Kilometer: ich habe auf der ganzen Strecke keine Kilometerschilder gesehen, nur an den VPs stand die Angabe, wo wir sind. Das hat mich aber nicht gestört, ich bin eh nur nach Gefühl gelaufen und habe den Abend und die Nacht mit dem Sonnenuntergang und dann mit den Glühwürmchen und sonstigen Lichtern sehr genossen.
Der Zieleinlauf dann ins hell erleuchtete Stadion war klasse, es war noch viel los, weil gerade die Siegerehrung der Ultras und Marathonis los ging. Ich habe mich dann noch ausgiebig verpflegt und bin dann zufrieden heim gefahren. Klasse Lauf - und endlich habe ich ihn mal mitgemacht. Gerne wieder!

Sonntag, 21. Mai 2017

Knastmarathon Darmstadt-Eberstadt, 21. Mai 2017

Nun schon zum 6. Mal bin ich hier dabei im Knast in Darmstadt-Eberstadt, meinem Heimat-Stadtteil. Und so froh, hier laufen zu können, war ich noch nie - nach dem Gran Canaria Marathon im Januar wurde ich erst krank, dann bin ich auf einer Dienstreise in Barcelona bestohlen worden und das Ganze hat zuerst zu Laufverbot und dann zu Laufunlust geführt. Seit ca. 6 Wochen läuft es wieder, wenn ich auch mit einer Metatarsalgie zu kämpfen habe - zumindest vermute ich das, weil ich nach langen Läufen in beiden Füßen Probleme im zweiten Zehengrundgelenk habe. Fußgymnastik hilft zwar, aber beim Marathon habe ich es schon immer mal wieder gespürt, dass es gezogen hat in den Füssen. Aber ich konnte hier wieder einmal ins Ziel laufen nach 24 Runden, habe viele nette Menschen getroffen, das Wetter war mit bis zu 21 Grad und leichtem Wind ok, die Versorgung wie immer hier top - also alles gut. Nur schade, dass es möglicherweise der letzte Knastmarathon war, dann gibt es gar keinen Marathon mehr in Darmstadt.
Toll war, dass viele Laufbekannte vom 100 Marathon Club da waren, von denen einige wie Mario, Doris, René und Erika eigens aus dem hohen Norden angereist waren. Und nach dem Zieleinlauf haben wir noch ein schönes Erinnerungsfoto von uns machen lassen! 
100 Marathon Club Mitglieder im Ziel des Knastmarathons Darmstadt-Eberstadt