Berichte - Marathons, Ultras und Laufalltag

Montag, 16. Januar 2012

UBG Marathon Hemsbach, 27.11.2011

In Hemsbach fand Ende November der "Uwe-Bernhard-Geburtstagsmarathon" (UBG Marathon) statt, wieder mit sechs Runden über den Kreuzberg wie beim Ostermarathon. Eine schöne Strecke mit vielen Ausblicken und vielen Bergen (insgesamt 1.200 Höhenmeter) - und diesmal auch ein paar querliegenden Bäumen nach Forstarbeiten.
Das Wetter war toll und die Stimmung auch.
Der erste von vielen Anstiegen in Hemsbach auf dem Weg zum Kreuzberg
Nach dem Zieleinlauf, der sehr entspannt war, gab es leckere Suppe, Kaffee und Kuchen - so ist es eben in Hemsbach, einfach klasse! Und natürlich gab es für alle eine Urkunde, die wieder einmal richtig schön und liebevoll gestaltet war.
Mit Urkunde und leerem Suppenteller

Mittwoch, 23. November 2011

Frankfurt Marathon, 30.10.2011

Ist ja schon ein bisschen her, der Frankfurt Marathon - mein 12. insgesamt dort und zum 5. Mal als Schwesternmarathon gelaufen! Und schön war es, zumal wir mit Jutta eine Erstmarathonläuferin glücklich machen konnten, indem wir sie ins Ziel begleitet haben.
Und ein bisschen Spass muss ja sein, wie das folgende Foto zeigt:
Schön bescheuert - links hinter mir meine Schwester Sabine, rechts hinter mir Jutta

Montag, 24. Oktober 2011

Schwäbische Alb Marathon, 22. Oktober 2011


Uff, 1070 Höhenmeter über 50Kilometer, das ist happig. Aber eine wunderbare Strecke über die drei Kaiserberge bei Kaiserinnenwetter, das war toll. Kalt war es, aber bei der Sonne kein Problem.
Ich bin alle Berge hochgekommen, aber eben sehr, sehr langsam. Bergläuferin bin ich nun nicht gerade...
Am Hochkraxeln mit Daniel...


Die Streckenversorgung ist topp, da gibts nix zu deuteln. Die Streckenführung fand ich manchmal etwas nervig, an der Strasse entlang oder mit den Pendelstücken - aber egal, geschafft, einmal wollte ich hier laufen und ich habs gepackt!
...und da bin ich auch hochgekommen, mit krummen Beinen unterm blauen Angeber Brockenmarathonshirt....

Dienstag, 27. September 2011

Berlin Marathon, 25.09.2011

So, zum 11. Mal in Berlin gelaufen und diesmal bei bestem Wetter, Sonne, um die 20 Grad Höchsttemperaturen (obwohl es am Nachmittag wohl schon deutlich über 20 Grad waren, als ich auf der Reichstagswiese rumlag).
Es war schön gewesen, in diesen Massen von Menschen herumzulaufen, die Musik an der Strecke zu genießen und natürlich die Strassen Berlins. Mir gefällt die Runde durch Berlin ja sehr gut, aber nur bei gutem Wetter. Bei Regen, so wie letztes Jahr, wirkt alles etwas trostlos und schmuddelig.
Von Anfang an bin ich schön gleichmässig gelaufen, natürlich gabs immer wieder Engpässe und auch Schlangenlaufen, gerade im zweiten Streckenabschnitt, wenn vor mir jemand abrupt anfing zu gehen.
Aber das macht gar nix, hetzen muss ich mich ja nicht.
Toll fand ich diesmal vor allem wieder Kreuzberg, rund ums Kottbusser Tor und dann Südstern und Gneisenaustrasse. Was für eine Stimmung! Samba pur, Jazzcombos, Big Bands oder Afrotrommel-Gruppen haben hier richtig viel Lebensfreude verbreitet.
Und natürlich wieder der Wilde Eber mit den Boxen in den Bäumen schon etliche Meter bevor die Sambagruppe dort live zu hören und zu sehen ist.
Auf der Strecke mit grüner Jubilee-Startnummer: F 303 forever!
 Aufm Kuhdamm war die Hölle los, hier habe ich immer noch, nach all den Jahren das Gefühl, das müsste doch die Zielgerade sein. Dabei ist sie das schon an die zehn Jahre nicht mehr, ich weiss gar nicht genau, wie lange das Ziel schon hinterm Brandenburger Tor ist. Der Potsdamer Platz ist auch so ein Hot Spot, hier war nochmal eine riesige Samba Batucada zu hören und dann gings auch schon links rum Richtung Gendarmenmarkt und auf die Zielgerade. War das eine Stimmung! Toll!
Diesmal bin ich mitten durchs Brandenburger Tor gelaufen, also nicht links oder rechts, was ja auch geht.
Strahlend ins Ziel: zum elften Mal!

 Im Ziel gabs dann eine hübsche Medaille, die sieht ja immer gleich aus, diesmal war Stefano Baldini, der Olympiasieger im Marathon von 2004 drauf. Nächstes Jahr muss wohl Patrick Makau drauf, der ja einen neuen Weltrekord aufgestellt hat. War eigentlich schonmal Paula Radcliffe drauf?
Auf dem roten Teppich durchs Ziel!
 Im Ziel habe ich dann das gute Wetter genossen, ein bisschen bei der Ehrung der diesjährigen neuen Jubilee-Mitglieder zugeschaut - die ja bei dem Wetter das Ganze mehr geniessen konnten als wir letztes Jahr bei dem Regenwetter und dann bin ich zurück zur Pension und zum Zug. Schön wars, aber ohne Schwester nicht so wirklich superschön.

Donnerstag, 8. September 2011

Darmstadt-Marathon, 4. September 2011

Zum vierten Mal in Darmstadt - und zum zweiten Mal eigentlich die Gewißheit "Das war's!" Ein so schlechter Zuspruch wie beim Darmstadt Marathon mit ständig zurückgehenden Teilnahmezahlen beim Marathon, das kann ja nur schief gehen.
Und ich finde das sehr bedauerlich, ist doch die Strecke ausnehmend schön, die Organisation gut und die HelferInnen top.Die Strecke ist eine tolle Mischung aus Stadt und Wald, Natur und Kultur - letzteres v.a. Jugendstil. Schon vor zwei Jahren habe ich dem Veranstalter vorgeschlagen, diesen Marathon doch "Natur-Jugendstilmarathon" zu nennen. Aber der macht statt dessen eine sehr komische Werbung für diesen Marathon, indem er ihn in einer allgemeinen Broschüre mit allen Läufen in Darmstadt versteckt und eine richtig beschissene Website hat, auf der sich kein Mensch gut zurechtfindet. Und das ist essentiell heutzutage für einen Marathon. Ein Forum oder auch nur ein Gästebuch oder Feedbackformular sucht man dort auch vergebens.
Und auch die Einbindung von Musikgruppen, die an der Strecke Stimmung machen könnten, ist auch nicht gelungen - dabei gäbe es bestimmt viele Trommelgruppen, die gegen einen Kasten Wasser oder so ein paar Stunden Trommeln unter freiem Himmel toll fänden. Aber was solls.
Also, die Strecke mal als Plan:

Gut erkennbar: viel Natur und mittenmang durch die Stadt, toll!
Ich bin wie immer mit meiner Schwester und einigen ihrer Bekannten auf die erste Runde gegangen, die auch gut angenommen wird - Halbmarathon geht ja immer und es wäre schön, wenn wenigstens der Halbmarathon weiter durchgeführt würde. Aber wohl ohne mich, noch will ich Marathons sammeln.

Es war schwülwarm, schwitzen ging sehr gut von Anfang an, aber es war noch ok. Die Temperaturen haben dann doch nicht die 30Grad-Marke erreicht, es blieb bedeckt und nur gelegentlich kam die Sonne heraus.
Die Stimmung war gut, zumindest bei mir und ich mag diese Strecke gerade wegen ihres welligen Profils sehr gerne. Manno! Aber warum nur so wenige Marathonis?
Erst gings kurz durch eine Nebenstrasse (Schwarzer Weg, Flotowstrasse), dann links die Dieburger Str. hoch und auf Höhe des Oberwaldhauses links in den Wald. Dort am Zeughaus und Kranichsteiner Schloß vorbei und dann rechts rum auf die Bernhardsackerschneise, ca. 3 km geradeaus. Aber nicht langweilig, denn es war wellig, es gab Wiesen und natürlich den Ruthsenbach zu sehen. Dann nach rechts und auf die Erbacher Str., am Hofgut Oberfeld vorbei und in einer Spitzkehre aufs Oberfeld. Dort dann in den Wald auf dem Schefthsheimer Weg, links auf die Oppermannswiesenschneise und schon wieder zum Oberwaldhaus. Dann wieder auf die Dieburger Str. und dann ging es nach links und rechts am Museum, der Künstlerkolonie und der Russischen Kapelle vorbei - der Mathildenhöhe eben, dem Darmstädter Kultur-Kleinod.
In der ersten Runde auf der Mathildenhöhe noch in der Gruppe...

... und in der zweiten Runde dann vor der Russischen Kapelle ganz allein
Dann gehts bergab am Darmstadtium vorbei, in dem ich noch immer nicht drin war und es nach wie vor potthässlich finde.
Darmstadtium hässlich und wir sind sehr schön und fröhlich
Und dann noch kurz am Alten Landestheater vorbei auf dem völlig leeren Karolinenplatz (mensch, da könnten Musikgruppen stehen...), durch den Herrngarten (da war Promenadenkonzert, aber die Konzertmuschel liegt 150 Meter abseits der Marathonstrecke, sehr intelligent) und durchs Martinsviertel. Rein in die Kranichsteiner Str. - und für mich hieß es dann, in die zweite Runde gehen, meine MitläuferInnen sind allesamt ins Halbmarathonziel abgebogen. Plopp, dann war ich allein, und zwar so richtig! Gerade mal gut 150 LäuferInnen haben den ganzen Marathon gemacht, da bringt ja so ein Feld-Wald und Wiesenmarathon wie Koberstadt mehr auf die Beine. Blöd.
Aber ich habe es genossen, bin die zweite Hälfte etwas flotter gelaufen als die erste, aber insgesamt noch sehr gemütlich und im Ziel habe ich dann persönlich ein bleifreies Bier eingeschenkt bekommen. Was will ich mehr?
Zieleinlauf beim - vermutlich - letzten Darmstadt-Marathon
 Ein bisschen Wehmut bleibt, ich hätte dem Marathon meiner Heimatstadt mehr Zuspruch gewünscht, aber naja. Viermal konnte ich hier dabei sein, es war jedesmal toll und so kann ich Anfang September eben auch mal woanders laufen, Auswahl gibt es ja genug.

Montag, 22. August 2011

Müritz-Lauf, 20. August 2011

Zum zweiten Mal habe ich mich auf den Weg in den hohen Norden gemacht - die Müritz ist von Südhessen aus gesehen nicht gerade um die Ecke. Erst habe ich mich in den ICE von Frankfurt nach Berlin gesetzt um dann vom Berliner Hauptbahnhof mit dem Regionalexpress Richtung Rostock zu fahren. Die Fahrt von Berlin bis Waren an der Müritz dauert immerhin nochmals 2 Stunden, aber es lohnt sich!
Die Ausblicke aus dem Zugfenster sind spannend, die Landschaft ist schön, immer wieder kommen kleine und größere Seen in den Blick. Kein Wunder, wir nähern uns ja der Mecklenburgischen Seenplatte, eine Gegend, die mir schon letztes Jahr bei meinem ersten Besuch sehr gefallen hat und auch dieses Jahr geht mein Herz beim Anblick dieser Gegend auf.
In Waren angekommen, hole ich mir direkt beim "Hotel am Bahnhof" meine Startnummer und gehe ins Hotel am Tiefwarensee. Diesmal habe ich ein Zimmer mit Seeblick, wunderschön und außerdem noch mit dem schön angelegten kleinen Park. Vom Hotel aus mache ich mich sofort auf an den Stadthafen und bin beeindruckt, über die doch recht hohen Wellen mit Schaumkronen, die die Müritz heute zeigt. Ja, es ist nicht umsonst das "kleine Meer"!
Der Stadthafen von Waren - sieht doch aus wie am Meer, oder?
Am Stadthafen spaziere ich herum, gehe auch auf die Mole hinaus, die immer wieder vom Wasser überspült wird - natürlich nicht sehr stark, sonst wäre ich da nicht hinaus gegangen! Die waldgesäumten Ufer der Müritz sind wunderschön anzuschauen und ich würde sehr gerne hier mal einen längeren Urlaub verbringen - hier ist alles möglich: Wandern im Wald und am Wasser, Radfahren, Schwimmen (die Müritz ist nicht tief, daher ist das Wasser auch im Sommer nicht zu kalt) - und natürlich Laufen. Und genau das habe ich ja auch diesmal wieder vor, um die gesamte Müritz herum, 76,7 km:
Das ist die Strecke um die Müritz herum - im ersten Streckenabschnitt gehts durch den Wald
 Den Abend beschließe ich mit einem guten Essen im Hotel und am nächsten Morgen zeigt ein Blick aus dem Fenster, dass das Wetter richtig gut wird: Sonne, der Wind hat sich etwas gelegt und es wird mit knapp über 20 Grad auch nicht zu heiß.
Der Start ist unspektakulär - überhaupt gibt man sich beim Müritz-Lauf eher spartanisch - und schon gehts raus aus Waren und hinein ins Naturschutzgebiet durch den Wald, gut 10 km und das ist einfach toll hier. Dass es hier auch noch keine Streckenversorgung gibt, wußte ich ja vom letzten Jahr, das war kein Problem mit meinem Wassergurt. Beim Hinauslaufen aus dem Wald habe ich dann eine nette Begegnung: eine gestreifte Kröte springt rechts aus dem Gebüsch und hüpft bestimmt 5 oder 6 Meter neben mir her, ehe sie entschwindet. Das war richtig schön!
Ganz außen rechts laufe ich mit meinem unglaublich ästhetischem Laufstil....

Dann gehts weiter über Landstrassen und durch kleine Ortschaften, alle 8 bis 10 Km gibt es "Vollversorgung" mit Obst und Schokolade, dazwischen immer wieder Wasser und fast überall auch Cola, was richtig gut ist. Kilometerangaben gibt es überhaupt keine, aber dafür ist die Strecke an Stellen, an denen es hilfreich ist, mit großen Pfeilen gut gekennzeichnet. An den großen Versorgungsstellen ist immer viel los, hier stehen die StaffelläuferInnen und spenden eifrig Beifall. Dann sind wir am Südzipfel der Müritz angekommen in Rechlin und hier ist auch der häßlichste Streckenabschnitt, an dem wir an einer recht viel befahrenen Bundesstrasse auf einem Radweg entlanglaufen, wo wir auch noch Radfahrern Platz machen müssen. Aber auch das geht vorbei und dann wird es wieder ruhig und schön. Die Müritz, die wir bislang nur gelegentlich gesehen haben, kommt jetzt immer häufiger in den Blick und bald sind wir in Röbel, einem netten Ort, der aber in der Sonne ganz schön warm ist. Jetzt wird es aber immer schöner, Feldwege wechseln sich ab mit kleinen Wegen durch den Wald, bei Klink gibt es sogar einige trail-artige Wege und dann wird nach toll zu laufenden Wegen durch den schattigen Wald und Campingplätzen mitsamt Badestränden schon bald Waren erreicht.
Und ich bin mehr als erstaunt, dass ich irgendwie viel schneller bin als letztes Jahr - und als ich dann ins Ziel laufe, denke ich, ich spinne: fast eine Stunde schneller als letztes Jahr. Komisch, aber das war wohl das Lauftraining im Sauerland, was meine Beine gestärkt hat - und natürlich die lauffreundlicheren Temperaturen, obwohl ich jede Wasserwanne zum Abkühlen genutzt habe.
Da trabe ich Richtung Ziel im strahlenden Sonnenschein
Als ich Richtung Ziel lief, klatschen viele, die noch an der Strecke standen, was mich natürlich sehr gefreut hat.
Durch den Zielbogen hindurch zum Bier und den Nudeln
Im Ziel angekommen, bekam ich meine Medaille und habe mich dann sehr über das Bier und die leckeren Nudeln gefreut, die es für uns Ultra-LäuferInnen umsonst gab.
Es war mal wieder ganz schön beim Müritz-Lauf und dass ich hier gerne wieder laufen würde, ist ja klar!



Montag, 8. August 2011

Drei Marathons im Juli - Marburg, Ermstal, Hornisgrinde

Dreimal Marathon im Juli, dreimal unterschiedliches Wetter.
Nachtmarathon Marburg: nicht zu kühl und nicht zu warm, vorher mal Regen, aber überwiegend angenehmes Laufwetter. Vorher natürlich wieder Nostalgiebesuch im Roten Stern und diesmal schon zum fünften Mal dabei in Marburg. Ein Marathon, den ich nicht mehr missen möchte mit guter Organisation und schöner Strecke durch die Lahnauen.
Auf der Brücke über die Lahn

Zieleinlauf im Dunklen - is ja klar, Nachtmarathon in Marburg!

Ermstal-Marathon Metzingen: brütende schwüle Hitze und nach dem Marathon heftige Gewitter. Die Strecke ist schön, viel durch Streuobstwiesen, immer wieder an der Erms entlang und durch kleine Ortschaften. Die Versorgung ist sehr gut und die HelferInnen sehr nett. Einen Großteil der Strecke bin ich mit Daniel gelaufen, zum Ende hin wurde er mir dann zu schnell, aber im Ziel haben wir uns wieder getroffen. Ein sehr schöner Marathon, den ich gerne wieder laufen würde.
Der LT Hemsbach war mit Ewald, Bernhard, Daniel und Christoph und mir zahlreich beim Ermstal-Marathon vertreten

Hornisgrinde Marathon: saukalt, 7 Grad und das im Juli. Und die gesamte Strecke hatte ich mit Sabine eine supernette Begleitung, die mit weit über 200 Marathons und Ultras zu meinen Vorbildern zählt - und natürlich viel Spannendes zu erzählen weiß. Die Versorgung war wieder top, hier ist die jahrelange Erfahrung deutlich spürbar - ein ganz toller Marathon. Dieses Jahr war ich zum vierten Mal hier.
Nach dem "Kühlschrank"-Marathon im Schwarzwald ein gemeinsames Foto von Sabine und mir

Aber schön waren sie alle drei und dass das Wetter in diesem Sommer so eigenartig ist, hat ja auch etwas für sich - sowohl den Nachtmarathon in Marburg als auch den Hornisgrinde Marathon habe ich auch schon bei großer Hitze erlebt, was ja auch nicht so ohne ist.