Sonntag, 7. Juli 2013

Nachtmarathon Marburg, 4. Juli 2013

Manche Marathons sind bei mittlerweile Dauerbrenner - so auch der Nachtmarathon in Marburg, den ich dieses Jahr bereits zum 7. Mal unter die Füsse genommen habe. Das hat also schon Tradition - und das gilt auch für mein Anreiseritual: ich fahre immer so hin, dass ich noch gemütlich nach der Abholung der Startnummer im Hochschulstadion in den Buchladen Roter Stern gehen kann, dort ein wenig herumstöbere und dann im Café mit Blick auf die Lahn ein Latte Machiato und einen Kuchen zu mir nehme. Ganz stilvoll und sehr schön retro, so wie damals 1985, als ich in Marburg studiert habe.
Überhaupt ist Marburg irgendwie so wie damals, ein bisschen scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Das ist natürlich auch dem Fachwerk geschuldet, aber das Städtchen ist halt doch sehr klein und ein wenig verträumt. Passt doch zu einem Nachtmarathon, das ist ja auch ein bisschen träumerisch, so durch die dunkle Nacht zu laufen. Und wenn es eine solch perfekte Sommernacht ist wie dieses Jahr, dann ist das um so schöner. Es war warm, aber durch die ausreichend vorhandenen und gut bestückten Verpflegungsstellen war das kein Problem. Diesmal gab es wieder viele Glühwürmchen, das war sehr nett. Und ich bin die erste Runde nach Wehrda sehr locker gelaufen, habe mich immer wieder gebremst und auch noch in der ersten von drei Runden Richtung Gisselberg und Cappel habe ich immer wieder geschaut, dass ich bloss nicht zu schnell werde. Mir ging es sehr gut, konnte sehr gleichmässig laufen und habe den Nachtlauf in vollen Zügen genossen.

Im Ziel habe ich dann noch ein wenig mit Christoph, Michael und Bernhard vom LT Hemsbach geplaudert und bin dann heim gefahren. Und es gab eine Neuerung in Marburg: jetzt gab es zum ersten Mal doch tatsächlich nicht genügend Medaillen, aber die sollen uns nachgeschickt werden. So was, das scheint Mode zu werden bei Marathons: Frankfurt, Madrid und Mannheim haben das Problem ja auch . Komisch. Und auch ein bisschen doof - dann doch lieber gleich auf Medaillen verzichten, das machen ja auch einige Veranstalter so.