Mittwoch, 21. September 2016

Finlandia Marathon, Jyväskylä, 17. September 2016


Feste soll man ja so feiern wie sie fallen - und Marathon da laufen, wo man eh schon ist. Und da ich zum wiederholten Mal nach Jyväskylä in Finnland gereist bin, um dort unsere Hochschulpartnerschaft mit der dortigen Universitiy of Applied Sciences (JAMK) zu pflegen, lag es ja sehr nahe, dort auch mal den Marathon zu laufen.
Diesen Marathon gibt es schon lange, schon in den 80er Jahren wurde der Finlandia Marathon ausgerichtet. Und die Organisation ist gut, das Ganze sehr überschaubar und für mich als eine der ganz wenigen Ausländerinnen (wenn nicht sogar die Einzige?) sehr spannend. Beim Marathon liefen rund 300 LäuferInnen mit, beim Halbmarathon, der später gestartet wurde, waren es ca. 600. Und am Vorabend gab es einen 10 Kilometerlauf in die Dunkelheit hinein.

Zum Glück sprechen in Finnland fast alle Englisch - und zwar richtig gut. Das ist schon einmal sehr hilfreich. Und dann sind alle Menschen immer sehr aufgeschlossen, freundlich - ohne überschäumend zu sein. Sehr angenehm.
Die Strecke war richtig toll, Start ist in direkt an einem der vielen Seen, die mitten in Jyväskylä liegen. Überhaupt ist Jyväskylä in einer Region gelegen, die eine riesige Seenplatte darstellt - und Finnland ist ja ohnehin das Land der 100.000 Seen (und das keineswegs übertrieben).
Der Start am See war gleichzeitig ganz dicht am Stadtzentrum und wir liefen einen 10,5 Kilometer Kurs insgesamt 4mal - und hatten immer entweder den See im Blick oder aber das Grün des Waldes, der die ganze Stadt umgibt. Die Wege waren durchwegs asphaltiert und gut laufbar, die Verpflegung war gut, alle 3,5 Kilometer gab es Wasser, Elektrolyt, Bananen und Salzgurken (!). Und das Wetter hätte besser nicht sein können - sonnig, ca. 12 Grad, kaum Wind.
Ich konnte die ersten beiden Runden gut durchlaufen und musste dann immer mal wieder ein wenig langsamer machen, auch mal Gehpausen, das war sehr wohltuend. Fotos habe ich auch einige auf der Strecke gemacht, die setze ich hier vielleicht auch noch rein.
Im Ziel gab es dann eine Medaille, aber nicht umgehängt, sondern direkt in die Hand gedrückt - und die gefiel mir richtig gut.
Schöne  Medaille ohne Band

Und ich musste natürlich mal vor dem Banner vom Finlandia Marathon posen!

Urkunde vom 100 Marathon Club zum 200. (Ultra)Marathon!

Und kaum war ich zurück vom Marathon du Médoc, da habe ich auch schon im Briefkasten die Urkunde zum 200. (Ultra)Marathon gefunden. Genial!
Auf der Website vom 100 Marathon Club ist auch ein kleiner Bericht dazu von mir dazu zu finden, hier ist der Link dazu: Bericht 200 Marathons Marion

Und noch ein Foto von mir mit der Urkunde vom 100 MC:

Marathon du Médoc, 10. September 2016


Es gibt viele verschiedene, ziemlich ungewöhnliche Marathons. Zum Beispiel den Kristallmarathon, der Untertage in 600 Metern Tiefe gelaufen wird. Oder das Gondo-Event, bei dem man zwei Bergmarathons an zwei Tagen mit jeweils 2000 Höhenmetern läuft und bis auf 2.400 Meter hochsteigt. Aber so richtig verrückt wird es beim Marathon du Médoc - da wird kostümiert gelaufen und außerdem wird unterwegs Wein verköstigt und diverse Köstlichkeiten wie Austern genossen. Und das passte sehr gut, denn es würde mein 200. Marathon (inklusive Ultras) werden! Und das natürlich mit meiner Schwester Sabine! Wir liefen als Schneewittchen und die sieben Zwerge, voll kostümiert und geschminkt! Und weil das so toll war, dass ich Nummer 200 finishen konnte, gibt es gleich mal das Bild mit meinem selbstgemachten 200 Marathon-Schild und im vollen Ornat als Zwerg vorab!
Und so sah ich im Ziel aus - nach meiner Nummer 200!
 Auf der Strecke trafen wir zufällig Lidia und Wolfgang vom Lauftreff Hemsbach und das war toll, so konnten wir schwätzend und lachend die letzten Kilometer in Angriff nehmen. 
Tolle Zufallsbegegnung: Schneewittchen und die Sieben Zwerge treffen auf den Schotten und die Fee!
 
Und der Kurs war nicht leicht, denn trotz des langsamen Tempos hat uns die Hitze und die nicht ganz flache Strecke zugesetzt. Und es war ja seeehr wichtig, dass wir uns immer was erzählen mussten, dazu wurde ab und an ein Schlückchen Wein getrunken und Austern habe ich auch probiert!
Lidia und ich am Berg
Aber wir kamen letztlich froh und glücklich ins Ziel, wie das folgende Foto eindrucksvoll dokumentiert!
Froh und glücklich im Ziel eines sehr besonderen, unvergesslichen Marathons!
Der Marathon du Médoc ist einzigartig - und für solche Läuferinnen wie ich eine bin - langsam und aus Spaß an der Freude unterwegs genau das Richtige1
In diesen Sinne: A la procaine!


Freitag, 2. September 2016

8. Lions-Lauf Lebach


Der Lionslauf im saarländischen Lebach ist ein interessanter Lauf in vielerlei Hinsicht: zum einen wird ausschließlich auf einer 400-Meter Bahn gelaufen, die aus Tartan besteht. Also schön weich, aber auch alle 200 Meter eine Kurve - in unserem Fall immer Linkskurven, weil wir gegen den Uhrzeigersinn gelaufen sind.
Und das Ganze kann man dann 12 Stunden lang machen, denn der Lebacher Lionslauf ist ein echter Ultramarathon. Muss aber auch nicht sein, viele laufen nur ein paar Runden, ob das nun Kinder oder ältere Menschen sind, ganz egal, alle können hier so lange und so schnell innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens laufen.
Und der Zeitrahmen, der fing früh an: schon um 7 Uhr wurde der Startschuss gegeben, wobei man natürlich auch später loslaufen konnte, wenn man wollte. Das hieß für mich: um kurz nach 4 frühmorgens losfahren, denn Lebach ist mit knapp 190 Kilometern nicht ganz um die Ecke. Aber eigentlich finde ich das super, früh morgens losfahren in den erwachenden Tag und dann gehts los! 

Und der Lionslauf wird für einen guten Zweck veranstaltet, denn das Startgeld kam in diesem Jahr geflüchteten Menschen zugute. 12 Euro beträgt das Stargeld, das ist unglaublich günstig für das, was geboten wird: Getränke und Snacks in jeder Runde, vollelektronische Rundenzählung mitsamt Großbildschirm, auf dem man immer verfolgen kann, wieviele Runden und Kilometer man zurückgelegt hat. Und dann noch direkt den Urkundendruck nach Beendigung des Laufes - top! Das Wetter war gut, bedeckt und frisch, aber nicht kalt - und als ich meinen Lauf beendet hatte, da fing es an zu regnen - Punktlandung!
Ich wollte sehen, ob ein Marathon nach meinem mehrwöchigen Trainingsausfall durch die Oberschenkelzerrung Ende April wieder möglich war - und es ging ganz ordentlich. Ich habe so ca. 5:39 h gebraucht, das ist langsam, aber völlig in Ordnung für mich.Die meiste Zeit konnte ich mit Sara laufen und wir hatten viiiel zu erzählen, Joachim war anfangs auch dabei, er ist dann schneller gelaufen.  Um kurz nach halbeins war ich fertig mit meinem Soll und habe mich dann mitsamt meiner Urkunde und schönen Erinnerungen wieder auf den Weg gemacht und war am frühen Nachmittag wieder zuhause. Und: es war die Nummer 199 auf meiner Sammelliste von Ultras und Marathons....


Sara und ich beim Kreiseln....



....und mit Joachim und Sara zusammen beim Freuen übers Laufen in Lebach!


Dienstag, 26. Juli 2016

Antwerpen Marathon, 17. April 2016

Mein erster Marathon in Belgien - und nicht in Brüssel, sondern in Antwerpen. Eine tolle Stadt, schön gelegen am Fluss Schelde, schöne Architektur, viel Wasser, interessante Museen, so wie das MAS, das "Museum am Strom" oder das Modemuseum. Überhaupt ist ja Antwerpen Modehauptstadt Europas - und eigentlich zu Unrecht nicht so sehr bekannt.
Der Marathon war eigentlich nur Nebenwettbewerb des 10 Meilenlaufes, aber trotzdem war es toll. Ein sehr überschaubares Starterfeld und ich war von Anfang an gemütlich unterwegs und ziemlich alleine, was aber egal war, denn es gab viel zu sehen. Und der Zieleinlauf war klasse, auf dem zentralen Platz, dem Grote Markt, umgeben von schönen Häusern, direkt vorm Rathaus auf dem blauen Teppich!
Und es waren sogar noch ein paar Claqueure da.....

....was mich sehr gefreut hat!

Und später dann noch ein Foto mit Medaille - da hatte ich schon lecker Fritten und Bier im Bauch!




Montag, 14. März 2016

Nord-Ostsee Wintermarathon Husum, 5. März 2016

Husum Marathon, das steht seit jetzt 44. Jahren (!!!) für einsame, endlose Geraden durch die nordfriesische Landluft, für freundliche HelferInnen, die bei Schietwetter Anfang März stundenlang ausharren, für eine große Gelassenheit unter den LäuferInnen - aber auch für Leistungssport. Im Rahmen des Husum Marathons waren auch diesmal wieder die Landesmeisterschaften Schleswig-Holsteins integriert.
Und da gehts zur Sache... klar unter 3 Stunden bei den Männern und auch nicht viel über 3 Stunden bei den Frauen... und dennoch darf man/frau auch erst  nach 5:30 Stunden einlaufen. Und wer noch länger braucht, kann sogar einen Frühstart in Anspruch nehmen und dann so 6.30 Stunden laufen!

Aber was heißt schon früh? Der Start ist um 12 Uhr, genug Zeit, um gemütlich zu Frühstücken und dann zum Start zu schlurfen. Ich wurde luxuriös hingefahren von Katharina, die mich von Schobüll rüber zum Start gefahren hat - und die mir mit Lene und Dasha ein All inclusive Totalnett-Wochenende beschert hat.

Vor genau 10 Jahren bin ich schon einmal hier gelaufen, bei dickem Schnee und immer gegen die weiße Wand, die der dicht fallende Schnee gegen den Wind produziert hat.
Diesmal wunderbares Wetter, kaum Wind, irgendwann dann Landregen, der hat aber nicht weiter gestört.
Und dann ging es raus, 21,1 Kilometer nach Breklum, dort Wende und dann immer gleicher Weg zurück. Meistens auf einem Radweg. Das war nett, es gab viele Schafe, Kühe, Gänse, Enten und auch Katzen und Hunde zu sehen. Und Wildgänse und Möwen am Himmel. Ab ca. km 23 bin ich mit Frank aus Braunschweig gelaufen, schnackend und lachend und so kamen wir in etwas mehr als 5:20 als letzte (oder fast letzte?) ins Ziel.


Schnapszahl als Startnummer! Gut angekommen im Ziel, bombig wars!

Und dann gab es die legendäre After Race Labskaus Party, das ist echt einzigartig. Frisch zubereitet, Labskaus, dazu Matjes, Gurken, Rote Beete und Spiegeleier. Mit einem Flens, versteht sich! Ich habe gut zugeschlagen, mich gut unterhalten und finde eigentlich, dass ich nicht erst in 10 Jahren wieder in Husum laufen sollte!
Hmmm, lecker Labskaus mit Flens!



Dienstag, 23. Februar 2016

Sevilla Marathon, 21. Februar 2016

In Sevilla Marathon laufen ist sehr besonders - diese Stadt mit ihren wunderbaren Gebäuden, Giralda, Torre d'Oro, Kathedrale, viele alte Kirchen, viele wunderbare Strassen und Strässchen mit Brunnen und Brünnchen, teils reich verzierte Fassaden, viele Palmen und das Leben spielt sich sowieso auf der Strasse ab. 
Nueva Plaza, hier in der Nähe war mein Hotel im Herzen der Altstadt

Natürlich muste ich mitten in der Altstadt wohnen, da war alles dicht beieinander, Tapas-Bars, Cafés und ganz viele kleine Gässchen. Und natürlich war auch der mächtige Strom, der duch Sevilla fliesst - der Guadalquivir - nicht weit.
Guadalquivir am Abend 



Puente de Isabella 

Guadalquivir am Morgen, beim Joggen



Ich hätte Tausende von Fotos machen können, denn es ist auch die Mischung aus Alt und Neu, die so faszinierend ist: 

Diesen Parasol hat ein deutscher Architekt konstruiert, er ist aus Holz und begehbar! 


Und der Marathon selbst war auch eine Wucht, schon die Marathonmesse war super, nicht zu riesig, aber informativ und dann gab es eine sehr erlesene Nudelparty - wirklich klasse. 
Eingang zur Marathonmesse


Und es gab auch Erinnerungen an den Madrid-Marathon, da war es zwar kalt, aber auch toll.


Am Vorabend war ich dann noch im Casa de la guitarra, dort gab es eine wunderbare Ausstellung mit historischen und wertvollen Flamencogitarren zu sehen. 
Und dann eine Flamencovorstellung vom Feinsten, ein Gitarrist, ein Sänger, der auch Palmas gemacht hat und eine Tänzerin. Wirklich toll - Buleria, Tangos, Soleria und Alegria - hochprofessionell vorgeführt. Und es hat mich richtig gepackt, gerade bei den Soleares, die ja sehr stark von Schmerz und Verlust handeln - wie da die Tänzerin getanzt hat, hu, da kamen mir die Tränen, weil es so authentisch wirkte. Ganz grosse Klasse! 

Soleares 
Soleares
Casa de la guitarra
Zum Glück nur zum Gucken, nicht zum Kaufen.....sehr, sehr toll!



Alegria







Dann kam der Marathontag, da hiess es früh aufstehen, ich muste ein Stück gehen bis zur Bushaltestelle und dann im Dunkeln mit den anderen zum Estadio Olimpico gehen. Auf dem Weg kamen wir an einem Hotel vorbei, da gab es Kaffee und ausserdem konnte man da schön im Warmen sein. Warm wurde es dann später erst, aber nicht zu sehr. Die Strecke gefiel mir gut, sehr flach, viele breite Strassen, manchmal mit wenig Stimmung, aber wenn da Leute waren, dann gab es viel "Venga animo!" (wie in Madrid) und die Strecke wurde immer toller. Wir liefen dann durch einen Park und dann die haben wir den riesigen Plaza Espanya umrundet. Und der Zieleinlauf im Estadio Olimpico - einfach nur geil! 
Dann noch ein Foto machen lassen von einem netten Portugiesen (der sehr für den Lissabon-Marathon geworben hat) - was war das toll! 
Früh am Morgen auf dem Weg zum Estdio Olimpico




Und gefeiert habe ich auch mit lecker Cruzcampo Bier!