Montag, 25. April 2011

Ostermarathon Hemsbach, 23. April 2011

Schon immer wollte ich hier laufen, bei "meinem" Lauftreff Hemsbach, es hat nur bislang noch nicht geklappt. Am 7. Juli 2007 wollte ich zum Jubiläumsmarathon, aber da hatte ich einen Auftritt mit Schlagsaite, der auch nett war.

Jetzt aber sollte es sein, bei 25 Grad, die dann gefühlt 30 Grad waren. Die Förster Braun Hütte in Hemsbach war schnell gefunden, nach dem Einrichten der Selbstverpflegung und der Startnummerbefestigung ging es los.
Gleich den Berg hinauf, aber das wusste ich ja.
Schön den Berg hochstapfen
Dann kam auch bald die "Rampe" ein schönes Steilstück.


Hier versuche ich Brigitte zu bremsen, vergebens, sie nahm mir über 5 Min. ab
Schnell fand ich eine kleine Gruppe mit Daniel und Gabi, das war sehr kurzweilig.

Gabi und ich guter Dinge, ich habe nur 10mal soviel wie sie getrunken (Wasser natürlich)
Zwischendrin kreuzten wir Schafe, die sich wunderten, was wir da Komisches tun.

Die armen Schafe mussten vor uns fliehen.
 Nach jeder Runde steuerten wir die Verpflegungsstelle an und ich war froh, dass es dort auch einen Wasserhahn zum Kühlen gab!
Beim Nachtanken...

Immer wieder liefen wir auch an wunderschönen Glyzinien vorbei und ich bat Daniel, mich doch mal mit diesen schönen Blumen zu fotografieren, was er auch tat....

Die Glyzinien sind sehr schön, ich bin schon etwas derangiert...
Nach dem Zieleinlauf sind wir noch nett bei Kaffee, Kuchen und anderen Leckereien bei der Hütte gesessen und haben diesen Sommertag an Ostern genossen!

Montag, 11. April 2011

Paris Marathon, 10. April 2011



C'est formidable, le Marathon de Paris! Und wir mittendrin, das war vielleicht ein schöner Schwesternmarathon!

Hier mein Bericht vom Streakrunner-Forum:

Gestern um diese Zeit bin ich mit meiner Schwester durch Paris gelaufen und heute sitze ich an meinem Schreibtisch, als wäre nix gewesen. Wahnsinn!

Aber der Reihe nach: seit einigen Jahren laufe ich mit meiner Schwester ein bis zwei Marathons im Jahr, nachdem ich sie ungefähr 10 Jahre bearbeitet habe, doch jetzt endlich mal ihrer schwesterlichen Pflicht nachzukommen und mich nicht immer alleine Marathons laufen zu lassen.
Vor jetzt ca. 4 Jahren war es dann soweit, dann sind wir in Frankfurt unseren ersten gemeinsamen "Schwesternmarathon" gelaufen, was wir auch immer durch speziell designte Lauftrikots kundtun. Sollen ja alle wissen, dass hier zwei Schwestern im Gleichschritt unterwegs sind!
So nun auch in Paris, wo wir am Freitag tres chic mit dem TGV am Gare de l'Est ankamen und unser Hotel nah des Arc de Triomphe bezogen.
Dann gings auf die Marathonmesse, die am Freitag noch recht leer war und uns vor allem deswegen so gut gefallen hat, weil es sehr viele Aussteller von anderen Läufen gab, vor allem natürlich französischer Marathons. Jetzt überlegen wir schon, ob wir dann mal den Marathon de Vignobles im Elsaß laufen oder den Médoc Marathon oder vielleicht mal Toulouse? Leider weigerte sich meine Schwester, den Marathon du Montblanc ins Auge zu fassen, versteh ich gar nicht....
 
Auf der Marathonmesse mit der Streckenkarte im Hintergrund
 Abends dann noch ein wenig auf der Champs Elysées herumflaniert, am nächsten Morgen dann ein kurzer Lauf in den nahgelegenen Bois de Boulogne und dann haben wir uns mit einem oben offenen Doppeldeckerbus durch Paris chauffieren lassen, sind zwischendrin mal ausgestiegen und wieder eingestiegen und waren einfach nur begeistert. Frühling in Paris, das ist unglaublich - Kastanien kurz vor der Blüte allenthalben, Fliederbüsche, alles grünt uns spriesst - nicht nur in den Tuilerien oder den anderen Parks, nein, überall diese baumgesäumten Strassen und Alleen, grandios.
Natürlich mussten wir auch im Strassencafé sitzen und Crepes essen und abends dann eine kleine Nudelparty in einem Restaurant nahe des Hotels.

Am nächsten Morgen dann - welch Luxus- zu Fuß zur Avenue Foch, wo Zieleinlauf und Kleiderzelte waren, unendlich lange vorm Dixie rumstehen (was machen die Leute eigentlich immer so lang da drin, da stinkt es doch....) und dann rüber zum Start am Arc de Triomphe vorbei auf die Champs Elysées.
Der Start ging erstaunlich schnell und reibungslos vonstatten, ohne Stau und das bei 40.000 LäuferInnen - da stockt es in Berlin eher schon mal.

Und dann begann der Marathon, der für uns von vorne bis hinten einfach nur ein Genuß war. Gleich zu Beginn Sightseeing pur: Place de la Concorde mit dem Obelisk, Tuilerien, Louvre, Ile de la Cité mit Notre Dame und dann gings auch schon in den Bois de Vincennes, soviel Grün nahe der Stadt. Vorbei am Zoo, Pferderennbahn und natürlich das Chateau de Vincennes. Sehr viele Charity-LäuferInnen waren unterwegs, auch eine Gruppe von ca. 30 LäuferInnen, die untereinander mit Seilen verbunden war uns so den gesamten Marathon lief. Zwischendrin mussten die auch mal austreten, das haben sie kollektiv gemacht, was sehr lustig anzusehen war. Und viele LäuferInnen aus anderen Ländern, von Österreich über Dänemark, aus den USA zwei Läuferinnen aus Alaska, die immer um uns herum waren, aus Marokko, auch aus Japan (hier war zu Beginn des Marathons eine Schweigeminute für die Opfer des Erdbebens eingelegt worden) - sehr international.

Aus dem Bois de Vincennes ging es dann nach fast 9 km "grüner Umgebung" heraus und dann war da auch schon die Halbmarathonmarke. Die Versorgung war ok, es gab halt nur Wasser und ansonsten Obst, Rosinen und Zuckerstücke. Es wurde zunehmend warm, so dass die Wasserwannen zwischendrin doch wirklich eine Wohltat waren.
Dann liefen wir wieder Richtung Zentrum, viel an der Seine entlang, die Opéra de la Bastille tauchte rechts auf, auf der Seine waren die Bateaux Mouches unterwegs mit winkenden Touristen und dann gings bei km 26 etwa durch einen langen Tunnel. Auch interessant. Und kaum aus dem Tunnel heraus wieder die wunderschönen Bäume entlang der Strasse. Links tauchte bei ca. km 29 der Eiffelturm auf und dann traf ich bei km 30 Renate vom 100Marathon Club, die schon weit über 200 Marathons in den Beinen hat. Ein kurzes Gespräch und weiter gings, wieder am Place de la Concorde vorbei und schon waren wir wieder im Grünen, im Bois de Boulogne. Das war wieder eine Wohltat, die Bäume haben zwar noch nicht so richtig Schatten gespendet aufgrund der kleinen Blätter, aber das Auge hat es sehr erquickt. Eigenartigerweise gingen jetzt so nach ca. 35 km fast alle um uns herum, so dass wir fortan Slalom liefen, was aber auch lustig war. Immer wieder waren Bands zu hören und zu sehen, viele Brass Bands, aber auch Sambagruppen und Jazzcombos. Auch ein wenig Chanson gabs zu hören - und überall gute Stimmung. Oft habe ich ein "Allez, Marion" oder "Bon Courage, Marion" gehört, von den gutgelaunten HelferInnen an den Versorgungsständen oder auch vom Publikum.

Meine Schwester und ich waren einfach nur begeistert und haben jeden Kilometer genossen, auch wenn es jetzt schon recht warm war. Bei Km 40 waren wir immer noch im satten Grün und auch noch bei Km 41. Langsam tauchten ein paar Häuser auf, dann folgte eine S-Kurve auf sehr breiten Strassen und schon sahen wir das Zielbanner, auf das wir händehaltend und jubilierend zuliefen. War das ein tolles Gefühl!

Schwester Nr. 1 im Ziel.....
...und Schwester Nr. 2 auch!
 
Im Ziel wurde uns der Leihchip abgeschnitten, dann gab es ein unglaublich schönes, rotes Funktions-Finisher Shirt (oh, ist das schön, mit Eiffelturm drauf!) und dann eine riesige Medaille.
Die Ausbeute! Was für ein schönes Finisher-Shirt und die Riesen-Medaille!
 
Die Zielversorgung war ok, hier gab es flaschenweise Powerrade, was auch gut war, denn Wasser hatte ich jetzt echt genug intus. Dazu noch Obst und Rosinen, das wars. Nachdem wir unsere Kleidersäcke geholt haben, legten wir uns aufs Gras in den Park neben der Avenue de Foch und genossen im Halbschatten neben wunderschön gestalteten Blumenbeeten (wirklich prachtvoll) den Frühling und lagen da so eine gute Stunde herum.

Dann gings zum Hotel, Klamotten wechseln, ein bisschen Protzen mit der Medaille und mit der Metro zum Bahnhof, wo wir dann den ICE Richtung Frankfurt bestiegen - nicht ohne uns vorher ein ordentliches Nudelgericht nebst Salat einverleibt zu haben.

Tja, und jetzt sitze ich hier und denke, ich war im Film.....a bientot Paris, a la prochaine oder so....

Eschollbrücker Ultramarathon, 27. März 2011


Zum vierten Mal bin ich hier jetzt schon dabei, letztes Jahr war ich ja stolze Trägerin der "roten Laterne", aber ins Ziel bin ich gekommen. Zehnmal ist die 5 km-Runde zu bewältigen, dann ist der 50km-Lauf geschafft - schon der zweite in diesem Jahr nach Rodgau im Januar. Und wenn so nah zwei Ultamarathons ausgerichtet werden, dann muss frau doch beide laufen, oder?
Diesmal also wieder, bei sonnigem Wetter, die ersten Frühlingsgefühle erwachen und schon vor dem Lauf treffe ich viele Bekannte vom LT Hemsbach aber auch aus dem streakrunner-Forum. Gleich nach dem Start finde ich mich ganz hinten - da gehöre ich auch hin, vor allem in einem solchen Feld, wo z.B. mit René Strosny der amtierende Deutsche Meister im 24h-Lauf dabei ist oder Nicole Benning, die 2009 mit einer Zeit weit unter 4h Deutsche Meisterin im 50km-Lauf wurde.
Die Runde ist schön, erst auf einem Damm mit Wald links und rechts, dann übers freie Feld, kurz an der Autobahn vorbei (ganz kurz!) und wieder durch den Wald, dann eine "Kreuzung", wo der zweite Teil der Runde beginnt.
Ich bin hochdynamisch unterwegs!

Ja, Eschollbrücken ist ein toller Lauf!
Hier gehts auch durch lichten Wald, eine kleine Schutzhütte, dann kommt eine Wasserstelle und wir laufen raus auf einen Acker, den wir fast umrunden. Schließlich wieder in den Wald, ein kleines Trail-Stück und dann gehts auf die letzten Meter Richtung Stadion, wo wir über den Rasenplatz in Schleifen und den netten RundenzählerInnen wieder an Start und Ziel vorbeilaufen und am reich bestückten Verpflegungsstand.Mir ging es durchwegs gut, ich habe mich immer wieder kurz mit MitläuferInnen unterhalten können oder auch mit den HelferInnen. Besonders toll war die Stepeinlage des Streckenpostens am Kreuzungspunkt der Strecke, das war bühnenreif!

Was es wohl an der Verpflegungsstelle für mich gibt?
Und dann war das Ziel erreicht, diesmal hat es für die rote Laterne nicht gereicht, es waren noch zwei hinter mir!

Ziel, ich komme (endlich)!