Freitag, 14. Dezember 2012

Zwei Marathons im Dezember - Hemsbach und Siebengebirge (1.12. und 9.12.)

Im Winter Marathon laufen hat einen entscheidenden Vorteil: es ist schön kühl und einen Schwamm muss man/frau nicht mitschleppen!
Und so war ich am 1. Dezember beim 3. UBG (Uwe-Bernhard-Geburtstag) Marathon in Hemsbach, wieder einmal 6 Runden über den Kreuzberg mit insgesamt 1.200 Höhenmetern. Für mich Bergtrampeltier genau das Richtige, da merke ich doch meine unglaubliche Spritzigkeit von Runde zu Runde mehr. Der Start ist um 8 Uhr morgens, früher gehts nicht, da ist es nämlich noch dunkel. Am Start war es auch noch recht dämmrig, wie auf dem Foto, das Uwe gemacht hat, gut zu sehen ist:
Dunkel und kalt - was mach ich eigentlich hier und wo ist mein Bett?
Aber es wurde ein ganz toller Tag, knackig kalt mit viel Sonne, gut zu belaufende Waldwege mit traumhaft schönen Ausblicken auf die Bergstrasse und weit ins Ried hinein. Das war ein Wintertag nach Maß und wir waren auch ganz schön viele, die entweder die volle Strecke oder einige Runden unter die Hufe genommen haben.

Da stehen wir Verrückten nun rum und lauschen den Worten von Bernhard, der nochmal die Strecke erläutert.
Nach dem Lauf, den ich überwiegend schwätzend mit Gabi und Brigitte genossen habe, gab es wieder leckeren Eintopf und Kuchen. Es war mal wieder toll!

Und dann, eine Woche später, stand der Siebengebirgsmarathon im Kalender. Obwohl Schneefall angesagt war, habe ich mich morgens um halbsieben auf die Autobahn begeben und kam gut - wenn auch langsam - bis Aegidienberg. Dort waren aber, anders als erwartet, viel weniger Bekannte da als sonst, niemand vom LT Hemsbach. Nanu, das war komisch - aber dafür habe ich mit Angie eine tolle Mitläuferin gefunden. Eigentlich kann sie ja viel schneller laufen, aber nach mehrwöchiger Laufpause aus Solidarität mit ihrem René, der einen Bänderriss hatte, war sie heute langsam unterwegs. Mir war das sehr recht und wir haben uns über die gesamte Strecke gut unterhalten, den zauberhaften Winterwald genossen und es insgesamt recht gemütlich angehen lassen. Und es war schön knackig kalt, viel Schnee und warmen Tee gab es auch reichlich, das war wohltuend!

Dick eingemummelt gehts durchs Siebengebirge
Der Zieleinlauf war natürlich auch wieder in der Halle, und da es so kalt war, hab ich davon nix gesehen - gut, dass Angie mir die Hand gereicht hat, so konnte ich auch trotz beschlagener Brille sicher ins Ziel laufen!





Sonntag, 4. November 2012

6h Stunden-Lauf Troisdorf, 3. November 2012





Zum zweiten Mal bin ich nach Troisdorf gefahren zum 6h-Lauf, recht spontan habe ich mich dafür entschieden. 6h-Läufe finde ich toll, hier kann gekreiselt werden auf einer vertrauten Runde, in Troisdorf ist sie recht lang für einen solchen Lauf - gut 2,7 km lang. In jeder Runde gibt es Verpflegung, Honigkuchen, Waffeln, Bananen, Äpfel, Schokolade, Salzstangen (das ist doch ein Angebot, speziell für Dich, Sabine: nicht immer nur olle Bananen...) und an Getränken Wasser, Tee, Iso und Cola. Die Getränke waren alle ganz leicht angewärmt, auf Wunsch gab es aber auch ganz kalte Getränke. Auf jeden Fall wissen hier die OrganisatorInnen genau, worauf es ankommt - von LäuferInnen für LäuferInnen.
Diesmal war es besonders aufregend, wurden doch die ersten Deutschen Meisterschaften im 6h Lauf in Troisdorf ausgetragen. Und da gab es viel zu bewundern, weil man/frau bei einem solchen Lauf natürlich oft überrundet wurde.
Schön war, dass ich wieder viele Laufbekannte traf und mit Kerstin, mit der ich in Berlin im Juli beim 24 h-Lauf über mehr als 100 km unterwegs war auch diesmal ca. 4 h zusammen laufen konnte. Dann wurde es mir ein wenig zu schnell und ich habe es etwas langsamer angehen lassen.
Da laufe ich im Hintergrund, mit sonnigem weiss-gelbem LT Hemsbach-Trikot und Kerstin ist noch neben mir (und zieht gleich davon)

Geregnet hat es die ersten vier Stunden mehr oder weniger kräftig, dann aber hörte es auf und die Sonne kam raus. Das war schön, denn die herabfallenden feuchten Blätter leuchteten sehr schön im Sonnenlicht - und der sehr matschige Damm, auf dem wir so ca. 500 Meter in jeder Runde zu laufen hatten, wurde nicht - wie vor zwei Jahren - noch matschiger, sondern war ganz gut belaufbar. Und trocken wurde die Strasse dann schon noch, da lief es deutlich leichter.
Hier gehts wieder rein ins Stadion auf die 400m-Bahn - und der Boden ist schon abgetrocknet. Aber die Hose ist reichlich versaut!
 Hinterher sahen wir dennoch alle recht verschlammt aus - aber es war mal wieder superklasse in Troisdorf. Für mich heißt das: hier komme ich gern wieder!

Dienstag, 30. Oktober 2012

Frankfurt Marathon, 28. Oktober 2012



 Ja, ja, immer wieder Frankfurt - hier fing alles an 1989, das sind jetzt (schluck!) 23 Jahre her und ich alte Kuh laufe IMMER noch! Zwar wie ehedem und immerdar langsam und mit grausligem Laufstil, aber nun doch schon zum 13. Mal in Frankfurt.
Und so kalt war es noch nie - um den Gefrierpunkt beim Start und Tageshöchsttemperaturen von vielleicht 5 Grad Celsius. Aber was hatten wir nicht schon alles in Frankfurt, über 20 Grad bei meiner ersten Teilnahme 1989 inklusive Sonnenbrand Ende Oktober, dann im Jahr 2002 orkanartige Böen, dass einem die Kastanien um die Ohren flogen usf. Also diesmal ein winterlicher Lauf bei strahlendem Sonnenschein.
Und: welch Zufall - nicht nur der 13. Lauf in Frankfurt, nein auch der 13. Schwesternmarathon! Und natürlich wieder Seite an Seite, Schritt für Schritt gemeinsam, das können wir mittlerweile sehr gut und es war wieder toll!
Auf der Strecke dann wieder nette Begegnungen, diesmal mit einer Erststarterin samt zwei Begleitern aus Paderborn und dann bei km 34,5 wurden wir so empfangen:
Horst (alias Alisa) empfängt Gisela (alias ich höchstselbst)
Das war natürlich ein Highlight, wir wurden auch noch abgebildet von Horst, der uns durch hohen Konsum von mehreren Herrengedecken bedingt etwas wackelig aufnahm:
....und da sehen wir noch total prächtig aus!

Und weiter gings, aber nicht ohne noch mit jeweils liebevoll in Alu eingewickelter Frikadellö versorgt worden zu sein. Und die Frikadellö habe ich bei jeder Kamera ins Bild gehalten, siehe Beweisfoto:
Beweisfoto: Frikadellö in der rechten Hand!
Und natürlich wurde die Frikadellö auch im Ziel hoch in die Kamera gehalten, das schulde ich Dir, Horst!
Im Ziel: Frikadellö in der linken Hand, Frisur sitzt!
Ja, der Zieleinlauf in Frankfurt ist einmalig, rein in die Festhalle, das Licht, der Trubel, die laute Musik - WAHNSINN!
So siehts aus, wenn wir in die Festhalle laufen - gut, so ein, zwei LäuferInnen sind dann auch noch da...
Ja, es war wieder sauschön in Frankfurt, diesmal gab es sogar eine Medaille direkt im Ziel und nicht erst einige Wochen später nachgeschickt.... und die Frikadellö (die war übrigens sehr lecker!)
Medaille in die Kiste, Startnummer in den Erinnerungsordner, Frikadellö in den Bauch..  alles gut, bis zum Frankfurt Marathon 2013!!!







Sonntag, 21. Oktober 2012

Löwenmarathon Hachenburg, 20. Oktober 2012


Der Löwenmarathon in Hachenburg im Westerwald stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste -zumal ich noch nie im Westerwald war. Dabei ist das ja gar nicht so weit weg von Darmstadt, ca. 140 Km und man ist inmitten des Westerwaldes. 
Und dann kenne ich ja Sabine vom ausrichtenden Verein, eine Marathonsammlerin wie ich - aber mit bereits weit über 200 Läufen auf dem Konto. Vor zwei Jahren liefen wir den Hornisgrinde Marathon gemeinsam und sie hat mir viele gute Gründe genannt, doch mal in Hachenburg zu laufen.
Gesagt, getan, dieses Jahr hat es geklappt - und das bei traumhaftem Wetter. Und welche Freude - eine ganze Reihe LTHler (vom LT Hemsbach, dem feinsten und verrücktesten Lauftreff) waren auch ganz viele da. Mit Wolfgangs Kamera wurde natürlich gleich ein Startfoto gemacht:
Wo gelaufen wird, ist der LT Hemsbach auch - und ich mittendrin
 Da ergab sich so manch nettes Gespräch, so hat mir Dieter erzählt, dass er wieder gut laufen kann nach seiner Verletzung - und auch schon richtig flott und lang. Gerade letzte Woche ein Ultra auf Gran Canaria mit fast 5000 Höhenmetern... Ich hingegen habe bezweifelt, dass ich flott laufe und schon gar nicht bei einem so hügeligen Lauf wie dem Löwen-Marathon in Hachenburg.
Dieter beeindruckt mich mit seinen Stories und ich sinniere über mein Laufvermögen...
Die Bäume des Westerwaldes glühten vor Farbenpracht in der herbstlichen Sonne, es gab traumhaft schöne Aussichten und die Westerwälder Seenplatte (eine Seenplatte im Westerwald? Das war mir neu und es war wunderbar) mit schönen Auenwäldern und Holzbrücken machen diese Marathonstrecke zu einer der schönsten, wie ich finde.
Und Höhenmeter gab es auch, klar, der Westerwald ist ja auch Mittelgebirge. Über 400 Höhenmeter und die haben mir schon ordentlich zugesetzt, zumal es mit deutlich über 20 Grad für Ende Oktober recht warm war. 
Aber was soll`s, da werden eben Gehpausen eingelegt, an den Verpflegungsstellen ein Schwätzchen mit den sehr netten HelferInnen - und dabei habe ich auch erfahren, dass die Westerwälder Seenplatte ein Verbund von mehreren bereits im Mittelalter angelegten Stauseen ist, die im Herbst nach dem Abfischen abgelassen werden. Daher also die teils trockengelegten Seen. 
Und Hachenburg selbst ist ein wunderschönes Städtchen mit mittelalterlichem Stadtkern und einem schönen alten Marktplatz, auf dem sich das Ziel befand. 
Der Marathon war top organisiert, hier wissen LäuferInnen genau, was LäuferInnen brauchen - inklusive Bratwurst hinterher... Und hier ist der Marathon wirklich noch "Königsdisziplin", so hatten wir Marathonis tatsächlich ein eigenes Zelt im Zielbereich, wo wir unsere Kleiderbeutel wiederbekamen und auch eine Edelverpflegung mit Hachenburger Bier bekamen. Es gibt nämlich auch eine Brauerei in Hachenburg und Hochprozentiges wird hier auch gebrannt, ein kleines Fläschchen davon gab's im Startbeutel. Mir hat es gut gefallen in Hachenburg, da lohnt es sich, nochmal zu kommen, Prost!
Schön war's in Hachenburg, das bezeugt auch das Zielfoto von Sabine mitsamt Löwenlauf-Finishermedaille

Hinterher gab es noch eine wohlverdiente Bratwurst - und Wolfgang hat das fotografisch dokumentiert....
Lecker, die Westerwälder Bratwurst!





Donnerstag, 11. Oktober 2012

Berlin Marathon, 30.09.2012

Berlin, Berlin, immer wieder Berlin. Jetzt schon zum zwölften Mal und es ging alles ganz locker und war irgendwie total beglückend - die Musik, die Sonne, die Menschen, es hat alles einfach gepasst. Die Strecke gefällt mir sehr gut, es gibt eigentlich keine toten Ecken, zumal diesmal das Wetter in jeder Hinsicht toll war: Sonne, etwas Wind, aber nicht zu heiss. Im Hinterkopf hatte ich schon noch den Sturz von Oslo vor einer Woche, aber es ist alles gut gelaufen, im wahrsten Sinne des Wortes.


Der zwölfte Zieleinlauf in Berlin (der wievielte eigentlich am Brandenburger Tor?)
 Nächstes Jahr ist der 40. Berlin Marathon, also großes Jubiläum und ich hoffe, dass ich auch dann wieder dabei sein kann!

Dienstag, 25. September 2012

Oslo Marathon, 22. September 2012



In Norwegen war ich noch nie gewesen und meine erste Reise in dieses Land meiner Jugendträume sollte ganz besonders werden.
Das fing schon damit an, dass meine Schwester und ich mit der Color Line in 20 Stunden von Kiel nach Oslo fuhren - inklusive Außenkabine.
Unsere Schiffspassage durch die Ostsee mit Kattegat und Skakerag
Das Schiff war ein richtiges Kreuzfahrtschiff, Kabinen für über 2000 Personen, mehrere Restaurants, Kasino, Showbühne, Läden, Aqualand, Fitnessstudio... unglaublich. Eine richtige Kreuzfahrt würde ich nicht machen wollen, aber für 20 Stunden ist das ein tolles Erlebnis. Rausgehen auf Deck konnte man auch, das haben wir auch viel gemacht.
So sah unser Schiff aus



Schon am Mittwoch waren wir nach Kiel angereist und haben uns dort in ein Hotel einquartiert und ein bisschen die Stadt und vor allem das Wasser erkundet. Die Stadt direkt an der Förde ist für mich immer etwas Besonderes - wo gibt es das schon, dass man aus dem Bahnhof kommt und direkt von der Förde und den vielen Möwen begrüsst wird?
Am nächsten Tag dann haben wir dann im Terminal der Color Line, dem Norwegenkai, erst einmal eine Nudelparty bekommen, das war schön. Und als wir dann aufs Schiff konnten, sind wir erst einmal gar nicht aus dem Staunen herausgekommen.
Die Überfahrt war sehr ruhig und kurzweilig, die Kabine richtig nett und auch sonst war es ein tolles Erlebnis.
Am nächsten Morgen sind wir dann um 7 Uhr ins Fitnessstudio gegangen, das ganz oben mit direktem Blick nach vorne auf Deck 13 war. Der Spass hat 13 Euro gekostet und war es aber auch wert! Wir sind 30 Minuten auf dem Laufbahn locker gelaufen - und das mit der Einfahrt in den Oslo-Fjord bei aufgehender Sonne. Unglaublich! Und danach noch in die Sauna mit großem Panoramafenster und Blick aufs Meer. 
Morgens um 10 haben wir in Oslo angelegt und sind mit Bussen zum Hotel Slottsparken gebracht worden. Noch konnten wir unser Zimmer nicht beziehen, das war aber egal, weil wir bei strahlendem Sonnenschein die Stadt erkunden konnten. Das war richtig toll! Der Schloßpark (da lag unser Hotel direkt daneben), das Schloss, das Rathaus, der Hafen, die Akershus Festung etc. - schön!
Noch ein bisschen Marathonmesse und Startnummern abholen und am Abend dann eine kleine private Nudelparty in unserem megagroßen Hotelzimmer - das war mehr so eine Suite mit Kamin und Küche und zwei Schlafzimmern sowie einem riesigen Wohnzimmer.
Der Marathon selber am nächsten Tag ist erst um 10.25 gestartet worden, genug Zeit zum Frühstücken. Das Wetter hatte sich geändert, es war kühl und windig, später kam noch etwas Regen dazu. Die Strecke war ein zweimal zu durchlaufender 21 km-Rundkurs, teils sehr schön wie das Villenviertel, in dem viele Botschaften waren, der Hafen, das Viertel Akershus Brygge und die Akershus Festung, dann ging es an der sehr beeindruckenden Oper vorbei - hin zum Schrottplatz. Hier soll einmal ein neues Stadtviertel entstehen, aber derzeit sieht es dort aus wie auf dem Mond. Dann ging es ins Viertel Grönland, bevor wir dann wieder in Richtung Innenstadt mit Blick auf das Schloss am Start/Zielbereich in die zweite Runde liefen.
In die zweite Runde - im Hintergrund das Gebäude des Friedensnobelpreises

Bei Km 34 bin ich dann blöd ausgerutscht und blöd aufs Gesicht gefallen - naja, ich konnte zum Glück weiterlaufen, ich sehe zwar aus wie eine Mischung aus Pandabär und Panzerknacker, die Brille ist kaputt - aber ich habe einen irre Dusel gehabt, dass ich mich nicht ernsthaft verletzt habe.
Und dann konnten wir wieder gemeinsam ins Ziel einlaufen bei unserem 13. Schwesternmarathon!
Zieleinlauf in Oslo beim 13. Schwesternmarathon
Aber ein bisschen derangiert sehe ich schon aus, aber das ist ja kein Wunder.
Kaputte Brille, anschwellendes Auge und trotzdem stolz wie Bolle!

Und erstaunlicherweise haben wir auf der zweiten Runde trotz Sturz kaum Zeit verloren - und abgesehen davon war es mal wieder toll.
Den Abend haben wir dann in aller Ruhe noch mit einem kleinen Gang in die Stadt ausklingen lassen. Am nächsten Morgen sind wir eine kleine Runde im Schlosspark gelaufen und haben dann das opulente Frühstück genossen. Die Rückreise per Fähre war wieder sehr schön und wir haben uns ein richtig tolles Abendessen im edelsten Restaurant des Schiffes gegönnt - ich hatte nach einer sehr guten Fisch-Cremesuppe Heilbutt auf einem Fenchel-Zwiebelbett. Dazu gab es eine Flasche Chablis, der sehr gut war. Und das Ganze mit einem dicken Veilchen im Gesicht, aber selbstverständlich mit guten Tischmanieren.
So hübsch sah ich nach meinem Asphaltkuss auf Oslos Strassen aus....

Und natürlich sind wir am Morgen wieder ins Fitness-Studio gegangen und haben diesmal mit Blick Richtung Kieler Förde einen kurzen Lauf gemacht und sind nochmals in die Sauna gegangen.
Fazit: nach Oslo und überhaupt nach Norwegen will ich sehr gerne nochmal - und die Anreise per Fähre ist ein ganz wunderbares Erlebnis gewesen! Mehr Fotos werde ich hier auch noch einstellen.

Sonntag, 2. September 2012

5. Darmstadt-Marathon, 2. September 2012


Dass es zur fünften Austragung des Darmstadt-Marathons kommen würde, hätte ich nicht gedacht. Seit Jahren zurückgehende TeilnehmerInnenzahlen und tote Hose an der Strecke.
Jetzt ist man vom 2maligen Halbmarathonrundenkurs auf eine 4mal zu laufende 10,5 Km Runde umgestiegen, bei der das Oberfeld - also die Natur - nur kurz belaufen wird und ansonsten bewohntes Gebiet belaufen wird. Angeblich weniger Höhenmeter, aber es gibt doch einige fiese kleine Anstiege. In den ersten beiden Runden war ich eher negativ eingestellt über die neue Streckenführung, aber in Runde 3 und 4 gefiel es mir zunehmend besser.
In einer der ersten beiden Runden mit meiner Schwester Sabine und mit Thomas beim "Darmstadtium"

Und so kamen wir auch öfters in den Genuss der Sambistas von "Samba am Sonntag", deren erklärter Fan ich ja seit Jahren bin - und sie sehen doch toll aus, oder?
Samba am Sonntag - der Name ist Programm und der Groove geht in die Beine!

Allerdings hatten wir auch Glück mit dem Wetter - knapp über 20 Grad Höchsttemperatur, dazu leichter Wind. Bei Hitze hätte dieser deutlich schattenlosere Kurs wohl einige Kollapsopfer gebracht.
So schön ist Darmstadt: der Fünffingerturm im Hintergrund und wir fröhlich im Vordergrund!
Und von hinten sehen wir doch auch hübsch aus - mindestens so wie die "Schepp Schachtel" (das Darmstadtium)

So aber lief es gut, obwohl ich etwas allergiegeschwächt war - Folge einer Hausputzaktion ohne Schutzmaske, die ich als Hausstauballergikerin eigentlich tragen sollte. Naja, was solls, es lief gut und es wäre sooo schön, wenn es auch eine sechste Auflage des Darmstadt Marathons geben würde.
Im Ziel bei der Kleiderabgabe hatte ich dann noch zwei Begegnungen - eine sehr nette mit einem taiwanesischen Läufer, der mit seiner Frau auf Europa-Tournee ist und bereits seinen 318. Marathon gelaufen ist. Er wird auch in Oslo dabei sein, da werde ich ihn vielleicht wieder sehen - und er meinte, ich solle doch mal in Taiwan Marathon laufen, das wäre sehr nett und entspannt.
Ching-te Huan aus Taiwan ist auch Marathonsammler.....
...und hat doch tatsächlich gleich seine Fotos von uns geschickt!

Und dann traf ich noch einen italienischen Läufer aus Brescia, der seinen Kleiderbeutel nicht bekam, weil man beschlossen hat, mit einem lapidaren Zettel "Übrige Kleiderbeutel im Org.Zelt" die Kleiderbeutelabgabe zu schließen. Der Arme sprach kein Wort deutsch und ich habe ihm ein bisschen geholfen, seinen Beutel wieder zu bekommen. Das war gar nicht so leicht, es wusste erst einmal niemand Bescheid...naja, das nenne ich provinziell, wenn man als ausländischer Läufer so völlig verloren ist... Naja, so mir sinn halt eschte Heiner unn Darmschtadt is halt a klaa Kaff! 

Dienstag, 14. August 2012

24h Lauf Berlin, 14./15. Juli 2012

Nach 2010 bin ich hier zum zweiten Mal gelaufen - und es war wieder ein ganz tolles Erlebnis. Organisiert wird dieser Lauf vom Sri Chinmoy Marathon Team und die HelferInnen denken wirklich an alles - inklusive persönlicher Anfeuerung von Runde zu Runde.
Diesmal hat es bis kurz vor dem Start heftigst geregnet, das war fast schon bedrohlich. Am Start sieht man es noch deutlich, wie nass es war.
Geschüttet hat es am Anfang, aber zum Glück hat es dann aufgehört
Die folgenden Stunden blieb es fast trocken, es kam auch gelegentlich die Sonne heraus - und es war bedeutend kühler als vor zwei Jahren. Die Pfützen auf der Strecke blieben allerdings noch eine Weile, so dass nasse Füsse unvermeidlich waren. Aber auch hier haben die HelferInnen alles daran gesetzt, mit Pumpen und Besen das Wasser von der Strecke zu nehmen.
Als dann die Dämmerung kam und die Nacht heraufzog, ging es mir noch richtig gut. Mittlerweile hatte ich mit Kerstin wieder einmal eine Mitläuferin gefunden, wir liefen bestimmt 10 Stunden gemeinsam. Toll war es immer, nach jeder Runde die Zählerzelte zu passieren, dort wurden wir immer angefeuert.
JedeR bekommt eine/n persönliche/n ZählerIn!
Und dann konnten wir auch an der großen Tafel immer sehen, wieviele Runden wir gelaufen waren, das war immer sehr motivierend.
Nach knapp 10 Stunden 68 Runden, das sind knapp 70 km - nicht schnell, aber stetig
 Am nächsten Morgen - nach durchlaufener Nacht, das klappte auch diesmal gut - ging es dann gemächlich weiter und kontinuierlich weiter. 
Ich sehe noch recht frisch aus...
... und Yiannis Kouros, der legendäre Weltrekordler mit über 300 km liegt nur knapp vor mir (ok, es sind doppelt soviele Runden, die er bereits zurückgelegt hat...) - und ich laufe mit Kerstin Runde um Runde
Nach 23 Stunden fängt es nochmal schön an zu regnen und es wird kalt - was mich dazu bringt, nochmals in die Halle zum Wechseln der Klamotten zu gehen. Und dann ist auch schon die letzte Runde angebrochen und ich freue mich wie eine Schneekönigin, dass ich wieder einmal so einen schönen Lauf erleben konnte.
Und dann gewinne ich auch noch meine Altersklasse, wie komisch, ich, die bei Marathons sonst immer bei den letzten bin....
Welche Freude - ein Pokal für den AK-Sieg
Und ich stehe ganz oben, wie seltsam - aber schön!

Nachtmarathon Marburg, 29. Juni 2012

Zum sechsten Mal in Marburg beim Nachtmarathon, endlich mal wieder so richtig heiß, wie es im Sommer sein sollte! Aber dank der tollen Verpflegungsstände wurde es nie kritisch, immer gab es genau dann Abkühlung in Form von Schwämmen und Getränken, wenn es passte.
Ansonsten alles wie immer: stimmungsvoller Start auf dem historischen Marktplatz, schöne Strecke, Lahnauen, Blick auf das Schloss, von Runde zu Runde eine jeweils völlig veränderte Stimmung durch die einfallende Dunkelheit. Immer wieder gerne!
Start auf dem historischen Marktplatz in Marburg

Zieleinlauf im Unistadion in Marburg

Dienstag, 26. Juni 2012

6h-Lauf Fellbach-Schmiden, 23. Juni 2012

Hier wollte ich schon immer einmal laufen, zumal ich ja 6h-Läufe (und auch die längeren Varianten) toll finde. Immer die gleiche Runde laufen, genau zu wissen, wann und wo es Verpflegung gibt, in jeder Runde etwas Neues entdecken, das gefällt mir.
Und der Fellbacher Lauf ist ja schon alt eingesessen, schon zum 19. Mal wird er dieses Jahr  vom TSV Schmiden ausgerichtet. Die Anfahrt ist entspannt, das Parken gestaltet sich etwas schwierig, weil es angeblich keine Plätze mehr geben soll, was sich dann aber als falsch herausstellt.
Ansonsten ist alles sehr gut organisiert, die Startnummernausgabe im Stadion auf der Tribüne, Duschen und WC nahe an der Strecke und die Verpflegungsstelle ist auch schon vorbereitet. Dazu später mehr.
Der Start erfolgt um 10 Uhr, da sind die 12-StundenläuferInnen schon seit 2 Stunden auf der Strecke. Es ist sonnig, aber noch nicht warm, was sich dann ändern wird. Die Runde ist gut 2 km lang, führt aus dem Stadion hinaus, entlang einer Bundesstrasse, die aber schnell durch Büsche und Bäume von uns getrennt ist, entlang lecker duftender Erdbeerfelder, dann über eine kleine Brücke und wieder zurück zum Stadion. Schatten gibt es wenig, dafür aber - neben dem Verpflegungsstand beim Stadion - noch zwei Wannen, die regelmässig mit Wasser und Schwämmen bestückt werden. Vorbildlich! Für Abkühlung war also gesorgt.
Die Zeitmessung funktionierte per Armchip, dazu musste man nach jeder Runde über die Erfassungsanlage wischen, was aber einfach war.
Zack, wieder eine Runde im Kasten

Und so kreiselten wir von uns hin, immer mal wieder bin ich mit einem Läufer oder einer Läuferin - teils auch Bekannten - ein paar Runden oder auch nur Meter gelaufen, das war sehr nett. Mir ging es gut und die Hitze war eigentlich nicht schlimm.
Jede Runde führte durchs Stadion
Ich habe richtig Spass gehabt und habe die Aussicht genossen, die auf dieser Runde wirklich schön ist.
Fotografiert wurden wir des Öfteren, aber so fotogen bin ich nicht - macht nix
Die Verpflegungsstelle habe ich natürlich nie ausgelassen, mal habe ich mir nur etwas zum Trinken genommen, aber oft auch etwas Leckeres gegessen, kein Wunder bei DEM Angebot.
Sieht das nicht lecker aus - und so liebevoll angerichtet, das ist wirklich schön!
Die 6 Stunden gingen schnell vorbei und ich hätte eigentlich schon noch weiter laufen können - habe mich dann aber an einer Wurst gütlich getan und einem alkoholfreien Bier.
Und dann gab es die Siegerehrung, wobei in Fellbach jedeR geehrt wird und persönlich Urkunde und Medaille überreicht bekommt - also auch ich.
Ja, schön war's beim 6h-Lauf in Fellbach-Schmiden