Berichte - Marathons, Ultras und Laufalltag

Freitag, 5. September 2014

Siegerehrung Koberstädter Waldmarathon 31. August 2014

Jetzt gab es noch ein Foto von der Siegerehrung beim Koberstädter Waldmarathon, wo ich Dritte in der AK W45 wurde - und tatsächlich eine Bronzemedaille, eine Urkunde und eine Packung Getränkepulver für eine Sportgetränk bekam. Das hat mich sehr gefreut!



Dienstag, 2. September 2014

Koberstädter Waldmarathon, 31. August 2014

Der "Koberstädter" ist der Marathon, der für mich als Darmstädterin sehr gut erreichbar ist - und nun schon zum 36. Mal ausgetragen wird (anders als der Darmstädter Marathon, dem nach 5mal der Tod beschieden war, aber es gibt ja zum Glück noch den Knastmarathon, der noch näher für mich ist).
Und hier bin ich schon vor vielen, vielen Jahren Halbmarathon gelaufen - und bislang erst zweimal Marathon, weil ich einfach oft Ende August weg bin. Diesmal hat es mal wieder geklappt! Zum Glück! Frisch von der Nordseeküste zurück und nach ausgiebiger Erholung vom Gondo Event (s. Bericht weiter unten, das war der HAMMER!) geht es also nach Egelsbach. Ein wunderbarer fast 100Prozent Wald-Marathon, ca. 300 Höhenmeter (also ein bisschen weniger als beim Gondo Event...).
Und hier treffen sich viele "Verrückte": vom Hemsbacher Lauftreff waren Christoph und Wolfgang da:
Und Michael, der nur einer von vielen 100 Marathon-Club Mitgliedern da war, hat wieder eifrig fotografiert und mich vor dem Start und auch im Ziel erwischt - da sehe ich doch eigentlich gleich aus, nur dass ich nach dem Lauf ein leckeres alkfreies Bier mit Ingwergeschmack in der Hand halte:
Vorher, ohne Bier....

....nachher, mit Bier.
Und die Strecke ist einfach klasse - Waldwege, mal gerade, mal etwas kurvig, die Anstiege sind sanft (aber ich hab sie gemerkt, jawoll!) und eine längere Zeit bin ich mit Thomas gelaufen, den ich vor vielen Jahren in Kandel kennengelernt habe - das war sehr nett!
Im Ziel gab es dann noch ein Foto mit den Hemsbachern, wobei Christoph und Wolfgang schon lange vor mir im Ziel waren - und natürlich noch lecker Kaffee und Kuchen!
Wunderbar organisiert, schöne Strecke, einfach klasse!


Gondo Event, Doppelmarathon 2./3. August 2014




Ziemlich verrückt: ich als lahme, dicke Ente, die so gar keine Berglaufqualitäten hat macht sich auf ins Schweizer Wallis direkt an der Grenze nach Italien - um dort nicht nur einen Marathon mit ca. 2000 Höhenmetern zu laufen, nein, gleich zwei! Und das, obwohl ich noch nie einen Doppeldecker gelaufen bin. Ja, bin ich denn bescheuert? Ja, total.
Das Gondo Event ist entstanden, nachdem im Oktober 2000 ein schrecklicher Bergsturz das Dorf Gondo fast zerstört hat und auch Menschen ums Leben kamen. Mit dem Doppelmarathon wird an dieses Ereignis erinnert unter dem Motto: Gondo soll leben! 
Die Anreise war sehr entspannt, umsteigen in Basel, direkte Weiterfahrt nach Brig und dort hat mich die Bergkulisse, die man dort vom Bahnhof aus sieht, gleich umgehauen. Unglaublich! Und da lag noch Schnee!
Von Brig aus ging es mit dem Postbus nach Gondo, über den Simplonpass (2000 Meter hoch), den wir in den nächsten beiden Tagen gleich zweimal zu Fuß erklimmen würden.
In Gondo angekommen, habe ich dort das Massenlager bezogen, schöne bequeme Stockbetten, und dann das unglaublich leckere Essen im Stockalperturm genossen.
Am nächsten Tag dann der Start, wir waren zu viert - ich konnte mit Joachim und Sara laufen, die beide schon sehr Gondo-erfahren sind sowie Sigrid, die mit ihren annähernd 1900 Marathons auch nicht ganz unerfahren ist.
Und dann ging es zur Sache - aber wie! Eine Landschaft! Die Gondo-Schlucht ist schon mal gleich atemberaubend. Und so ging es immer weiter - bis zum bereits erwähnten Simplonpass. Da war aber noch nicht Ende, nein, dann ging es noch höher auf den Bistinenpass mit 2.400 Metern, und das im Nebel und Nieselregen. Danach wurde das Wetter gut, sonnig und warm und der Rest war gut zu schaffen. Im Ziel war ich dann sehr froh und tief erfüllt von diesen tollen Eindrücken.
Im Ziel nach 42 km mit 2000 Höhenmetern! Aber am nächsten Tag das Gleiche nochmal..nur ein bisschen härter

Das Ziel war in Ried-Brig, dort war unser Gepäck hintransportiert worden und wir haben unser Massenlage im Zivilschutzbunker bezogen. Der nächste Tag sollte, so wurde kolportiert, härter werden... nicht nur wegen der Strecke, sondern auch das Wetter war nicht so ohne. Teils starker Regen und recht durchweichte Wege, Bäche, die von oben herunterflossen und die wir zu durchwaten hatten - Abenteuer pur. Und ein paar Stürze, zum Glück aber alle harmlos. Am Start sahen wir noch locker aus, trotz der Laufes am Vortag.
Das Ziel wurde dann auch erreicht, und im Ziel gab es statt einer Medaille einen schönen Walliser Käse! Und natürlich gutes Essen, das muss ja sein.

Ein ganz toll organisierter Lauf, sehr gut durchdacht und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Hier wissen alle HelferInnen genau, was wir LäuferInnen brauchen und es wird keine Mühe gescheut. Alleine der Aufwand, eine Getränkestelle auf 2.400 Meter in unwegsamen Gelände einzurichten und dort stundenlang auszuharren oder auch im strömenden Regen auf dem Furggu am zweiten Tag - Chapeau! Und vielen, vielen Dank!

  Am nächsten Morgen bin ich dann mit dem Postauto zurück gefahren, diesmal aber nach Iselle nach Italien und von dort mit dem Zug zurück bis Bern, wo ich dann umgestiegen bin.
Ein unglaubliches Erlebnis, das noch lange nachwirkt - aber für mich entschieden eine (oder zwei) Nummern zu groß. Aber für alle, die einen Marathon in 4 Stunden schaffen (was bei mir nicht der Fall ist) und sich ordentlich auf die Berge vorbereiten (das habe ich getan, sonst wäre ich gar nicht ins Ziel gekommen) eine ganz heisse Empfehlung! Gondo forever!


Dienstag, 22. Juli 2014

Night52 Bretten, 19. Juli 2014

Ein 52-Kilometer Nachtlauf durch das schöne Kraichgau, wunderbar! Vor dem Start noch ein Foto mit den Hemsbachern, Heike, Dieter, Christoph, Dietmar, ich, Bernhard und Wolfgang, wir alle sind ein bisschen verrückt, bei solchen Temperaturen zu laufen.

Die HemsbacherInnen vor dem Start!


Allerdings war es ein bisschen zu warm, mit ca. 35 Grad am Start um 17.45 Uhr und dann die ersten 2 bis 3 Stunden über die Hügellandschaft des Kraichgaus. Das war ein wenig zu warm und so bin ich superlangsam mit zwei Wasserflaschen plus Flaschengurt losgetrabt. Bloss nix riskieren, bei solchen Temperaturen kann ein Hitzschlag ja schon schnell kommen! Ich laufe mit Norbert und Birgit, die auch eifrig fotografieren und mich rotgesichtig - aber lachend! - bei einem der vielen Anstiege "erwischen".

Weiter gehts, so langsam kommt der Abend und ich treffe mit Moni zusammen, die aus der Gegend ist und bereits zum 4. Mal die night52 unter die Füsse nimmt. Fortan laufen wir zusammen, das ist sehr angenehm, wir erzählen viel und helfen uns gegenseitig durch die heiße Nacht.Die Verpflegungsstellen sind gut ausgestattet, ein bisschen wenig zwar angesichts der Hitze, aber ich habe ja mein "Gießwasser" dabei, das ich mir ständig über Kopf und Nacken träufele.
Beim Nachfüllen meiner Flasche.. das Wasser wurde schon knapp!
So langsam wird es dunkel, aber nicht wirklich kühler, wir machen langsam und lassen uns durch nichts aus der Ruhe bringen. Und natürlich genießen wir die Stille der Nacht, Grillen zirpen und allerlei Getier kraucht durch die Feldränder. Einmal leuchten sechs Punkte auf, die sich dann als Katzenaugen von drei kleinen, sehr erschrockenen Katzen herausstellen. Und an jeder Verpflegung wird regelrecht gesoffen, was das Zeug hält. Ich habe jeweils mindestens vier Becher getrunken, das ist ja fast ein Liter - und das an allen Verpflegungsstellen, macht also rund 6 Liter plus das, was ich unterwegs getrunken habe. Nicht schlecht, das dürfte fast ein Putzeimer sein, den ich da in mich hineingeschüttet habe!
Nächtliches Saufgelage bei der "Night52"
 Laut singend laufen wir schließlich ins Stadion ein und ich kann mich noch über eine Maultaschensuppe freuen, die mir angeboten wird! Ein toller Lauf, liebevoll organisiert durch eine wunderbare Landschaft - aber so 10 Grad weniger wären auch gut beim nächsten Mal.

Sonntag, 6. Juli 2014

Marburger Nachtmarathon, 4. Juli 2014


Zum 8. Mal bin ich in Marburg gelaufen, jedes Mal mit nostalgischen Gefühlen, weil ich ja vor fast 30 Jahren (oh no, wie die Zeit rennt!) hier mal gelebt habe.
Und was soll ich sagen: es war mal wieder ein wunderbarer Sommermarathon, voller schöner sommerlicher Düfte und Ansichten. Zu Beginn die Hitze, nach Norden Richtung Wehrda, dann dreimal die Südrunde über Gisselberg mit den wunderbaren Lahnauen und dem von Runde zu Runde schöneren Blick auf Marburg und das dann erleuchtete Schloss.
Mir ging es wunderbar, die Verpflegung war wie immer top und die HelferInnen freundlich und hilfsbereit. Und diesmal gab es auch im Ziel Medaillen - und ein schönes violettes Shirt, das ich mir diesmal für schlappe 12 Euro gekauft habe.
Marburg - ich hoffe, ich kann noch häufig hier laufen!

Dienstag, 17. Juni 2014

100 Km von Biel, 13./14. Juni 2014

Zum neunten Mal in Biel dabei und das bei einer wunderbaren Vollmondnacht und bei angenehmen Temperaturen ohne Regen. Es war allerdings recht schwül und ich habe gesoffen wie ein Ochs.


Anfangs geht es noch durch Biel und die Stimmung ist wie bei einem Stadtlauf.
Dann geht es raus aus Biel in die Nacht und es war diesmal wirklich magisch, wie der Mond die Landschaft in silbrig-schimmerndes Licht tauchte.
Es lief langsamer als sonst, ich musste, wie gesagt, viel Trinken und bin daher eher gemächlich dahingetrabt und habe mir alles genau angeschaut - es gab ja soviel zu sehen angesichts des schönen Mondlichts!
Dann kam der Tag, wunderbares Morgenrot und die Kraft des Morgens gab mir viel Zuversicht  - in Kombination mit den wunderbaren HelferInnen an den Verpflegungstellen, die für uns die ganze Nacht bereit standen und so nett waren. DAnke!
 Schließlich die wunderbare Holzbrücke, die uns anzeigt - jetzt kommen die letzten flachen Kilometer am Wasser!
Auf der Zielgeraden traf ich dann Elke aus dem Streakrunnerforum, die mit Monika als Erstläuferin lief und wir legten einen strahlenden Zieleinlauf zu dritt hin. Welche Freude!
Biel - ich komme wieder, wenn möglich!

Und hier noch ein "Nach-Zieleinlauf-Foto", das Elke ins streakrunner-Forum gepostet hat



Mannheim Marathon, 31. Mai 2014

Das war ja nun schon meine 6. Teilnahme in Mannheim und gleichzeitig die seltsamste. Es war alles sehr verworren, das Parken klappte nicht mehr so wie in den Vorjahren, sämtliche Streckenposten wirkten überfordert, die Strecke ist unübersichtlich mit Teilabschnitten, die doppelt gelaufen werden müssen (und damit laufen die Schnellen auf die Langsamen auf)...
Aber wir sind zuversichtlich hingefahren, haben ein Foto auf der Marahtonmesse von uns machen lassen und waren fröhlich wie immer.
Auf der Strecke war anfangs alles ok, der Weg nach Seckenheim ist schön und auch zurück in die Innenstadt war es nett. Der Lauf durch die SAP Arena war eindrucksvoll.

Sabine beschloss dann, auszusteigen bei Halbmarathon, weil sie sich nach einem kürzlich überstandenen Infekt nicht ganz so gut fühlte. Dann ging das Chaos los: es war nicht so ganz klar, wie nun gelaufen werden musste. Ich blieb an den neuralgischen Punkten kurz stehen, um mich zu orientieren und kam so gut durch - aber wer richtig schnell ist, hat keine Zeit zu schauen. Nun ja, so lief ich dann iwwer die Brick nach Ludwigshafen, durch ein sehr totes Ludwigshafen durch (nur wenige Kilometer diesmal) und dann wieder zurück nach Mannheim.
Schön war der Abschnitt durch den Schloßhof, wo die Uni Mannheim angesiedelt ist - da kamen Erinnerungen an längst vergangene Zeiten hoch, wo ich meine Freudin manchmal nach Mannheim begleitet hatte.


Und dann der Zieleinlauf, es war recht ruhig, im Ziel gab es dann auch keine Medaillen mehr - das hat dem ganzen Chaos dann noch die Krone aufgesetzt. Aber sie kam wenige Tage später per Post und die HelferInnen an der Strecke und bei der Kleideraufbewahrung haben einen tollen Job gemacht. Danke dafür!