Berichte - Marathons, Ultras und Laufalltag

Sonntag, 6. Juli 2014

Marburger Nachtmarathon, 4. Juli 2014


Zum 8. Mal bin ich in Marburg gelaufen, jedes Mal mit nostalgischen Gefühlen, weil ich ja vor fast 30 Jahren (oh no, wie die Zeit rennt!) hier mal gelebt habe.
Und was soll ich sagen: es war mal wieder ein wunderbarer Sommermarathon, voller schöner sommerlicher Düfte und Ansichten. Zu Beginn die Hitze, nach Norden Richtung Wehrda, dann dreimal die Südrunde über Gisselberg mit den wunderbaren Lahnauen und dem von Runde zu Runde schöneren Blick auf Marburg und das dann erleuchtete Schloss.
Mir ging es wunderbar, die Verpflegung war wie immer top und die HelferInnen freundlich und hilfsbereit. Und diesmal gab es auch im Ziel Medaillen - und ein schönes violettes Shirt, das ich mir diesmal für schlappe 12 Euro gekauft habe.
Marburg - ich hoffe, ich kann noch häufig hier laufen!

Dienstag, 17. Juni 2014

100 Km von Biel, 13./14. Juni 2014

Zum neunten Mal in Biel dabei und das bei einer wunderbaren Vollmondnacht und bei angenehmen Temperaturen ohne Regen. Es war allerdings recht schwül und ich habe gesoffen wie ein Ochs.


Anfangs geht es noch durch Biel und die Stimmung ist wie bei einem Stadtlauf.
Dann geht es raus aus Biel in die Nacht und es war diesmal wirklich magisch, wie der Mond die Landschaft in silbrig-schimmerndes Licht tauchte.
Es lief langsamer als sonst, ich musste, wie gesagt, viel Trinken und bin daher eher gemächlich dahingetrabt und habe mir alles genau angeschaut - es gab ja soviel zu sehen angesichts des schönen Mondlichts!
Dann kam der Tag, wunderbares Morgenrot und die Kraft des Morgens gab mir viel Zuversicht  - in Kombination mit den wunderbaren HelferInnen an den Verpflegungstellen, die für uns die ganze Nacht bereit standen und so nett waren. DAnke!
 Schließlich die wunderbare Holzbrücke, die uns anzeigt - jetzt kommen die letzten flachen Kilometer am Wasser!
Auf der Zielgeraden traf ich dann Elke aus dem Streakrunnerforum, die mit Monika als Erstläuferin lief und wir legten einen strahlenden Zieleinlauf zu dritt hin. Welche Freude!
Biel - ich komme wieder, wenn möglich!

Und hier noch ein "Nach-Zieleinlauf-Foto", das Elke ins streakrunner-Forum gepostet hat



Mannheim Marathon, 31. Mai 2014

Das war ja nun schon meine 6. Teilnahme in Mannheim und gleichzeitig die seltsamste. Es war alles sehr verworren, das Parken klappte nicht mehr so wie in den Vorjahren, sämtliche Streckenposten wirkten überfordert, die Strecke ist unübersichtlich mit Teilabschnitten, die doppelt gelaufen werden müssen (und damit laufen die Schnellen auf die Langsamen auf)...
Aber wir sind zuversichtlich hingefahren, haben ein Foto auf der Marahtonmesse von uns machen lassen und waren fröhlich wie immer.
Auf der Strecke war anfangs alles ok, der Weg nach Seckenheim ist schön und auch zurück in die Innenstadt war es nett. Der Lauf durch die SAP Arena war eindrucksvoll.

Sabine beschloss dann, auszusteigen bei Halbmarathon, weil sie sich nach einem kürzlich überstandenen Infekt nicht ganz so gut fühlte. Dann ging das Chaos los: es war nicht so ganz klar, wie nun gelaufen werden musste. Ich blieb an den neuralgischen Punkten kurz stehen, um mich zu orientieren und kam so gut durch - aber wer richtig schnell ist, hat keine Zeit zu schauen. Nun ja, so lief ich dann iwwer die Brick nach Ludwigshafen, durch ein sehr totes Ludwigshafen durch (nur wenige Kilometer diesmal) und dann wieder zurück nach Mannheim.
Schön war der Abschnitt durch den Schloßhof, wo die Uni Mannheim angesiedelt ist - da kamen Erinnerungen an längst vergangene Zeiten hoch, wo ich meine Freudin manchmal nach Mannheim begleitet hatte.


Und dann der Zieleinlauf, es war recht ruhig, im Ziel gab es dann auch keine Medaillen mehr - das hat dem ganzen Chaos dann noch die Krone aufgesetzt. Aber sie kam wenige Tage später per Post und die HelferInnen an der Strecke und bei der Kleideraufbewahrung haben einen tollen Job gemacht. Danke dafür!


Mittwoch, 21. Mai 2014

Knastmarathon Darmstadt, 18. Mai 2014

Zum vierten Mal bin ich in den Knast gegangen, um dort 24 Runden a rund 1,7 Kilometer zu laufen. Es war diesmal recht warm, ganz anders als letztes Jahr, da sind wir eher geschwommen als gelaufen. Schön war es, wieder viele Bekannte zu treffen, besonders toll war es, dass mit René und Erika zwei LäuferInnen aus dem hohen Norden gekommen sind. Beide sind auch im 100 Marathonclub und es stellte sich heraus, dass Erika und ich beide heute unseren 175. Marathon laufen würden.
Bevor wir das aber feiern konnten, mussten wir erst einmal laufen. Und das war für mich diesmal nicht ganz so locker, da ich durch eine Dienstreise nach Schweden und ein leichte Zahnschmerzen ein bisschen müde und gehandicapt war.
Aber kein Problem, was mach da die ohnehin schon eher gemütliche Marathonläuferin? Genau, einfach noch gemütlicher laufen. Und so habe ich diesmal etwas länger gebraucht und im Ziel haben wir dann ein schönes Foto von uns machen lassen können - unser gemeinsames "Mini-Doppeljubiläumsfoto"!
Erika und ich im Ziel - beide haben wir jetzt 175 Marathons! Foto: "JVA-Knipser"

Freitag, 2. Mai 2014

12 Stunden - Salinenlauf Bad Dürkheim, 30.April/1. Mai 2014

Walpurgisnacht mal ganz anders - nicht tanzen und nicht auf dem Besen zum Brocken hochreiten - nein, diesmal bin ich um die Saline in Bad Dürkheim gekreiselt. Eine Runde von 693 Metern wollte ich so oft wie möglich umlaufen - und zwar öfter als vor 2 Jahren, als der Lauf nach gut vier Stunden wegen Gewitters abgebrochen werden musste. Vor dem Start sah das Wetter ganz toll aus und die Strecke lag in der Sonne.
 Ich hatte so einige Schwierigkeiten, pünktlich zu sein, die Autobahnen waren hübsch verstopft und so habe für 160 km über 3 Stunden gebraucht. Das nächste Mal komme ich mit dem Fahrrad...
Egal, ich war da und so langsam dämmerte es und es gab natürlich wieder ein grosses Hallo, weil man/frau sich ja kennt, wir sind ja alle immer die gleichen Verrückten.
Hier mit Joe, Birgit und Norbert
Und dann ging's los, pünktlich um 21 Uhr schickte uns Gabi auf die Strecke. Langsam und locker liefen wir in die Nacht hinein. Die Runde war gut zu laufen, zur Hälfte auf fest gepflasterten Wegen, die andere Hälfte auf Sand, sehr nett und topfeben.
Ganz hinten in rot bin ich unterwegs
Und das Wetter hielt sich auch brav - bis kurz vor Mitternacht. Dann zeigte sich Walpurgis und hexte ein paar Blitze in den Himmel und es fing an zu regnen. Aber es war kaum Wind zu spüren, es war nicht kalt - und so lief ich einfach weiter. Und in jeder Runde die tolle Verpflegungsstelle mit allem, was das Herz begehrt: Äpfel, Bananen, Trockenobst, Butterkekse, Salzstangen, Nüsse, Gurken, Tomaten, Pellkartoffeln, Schokolade, Gummibärchen, Kuchen und natürlich auch eine erlesene Getränkeauswahl. Von Wasser über Apfelsaft, Iso, Cola, Brühe, Kaffee, Tee, alles da. Wunderbar.

Wunderbare tolle Verpflegung beim Salinenlauf


Und immer freundliche, liebe HelferInnen, die manche Sorgenfalte im Gesicht hatten wegen des Wetters. Es war aber nicht wirklich schlimm, wenngleich wir eigentlich alle auch ein Seepferdchen verdient hätten, denn auf der nicht gepflasterten Wegstrecke bildeten sich Pfützen, die zu kleinen Seen wurden und durchlaufen werden mussten. Da gab es dann in jeder Runde ein kleines Kneippbad für Füsse und Knöchel...
Salinenlauf 2014: feucht aber fröhlich
Und dann war so gegen 3 Uhr, der Regen hatte gerade aufgehört, der erste Vogel zu hören. Um 5 Uhr begann so langsam der Himmel etwas heller zu werden, der Tag brach an. Und wir liefen und liefen - es war alles immer noch im Lot und mir ging es sehr gut. Immer wieder gab es auch nette Gespräche mit MitläuferInnen, mal kurz, mal über einige Runden. Dann fing es nochmal zu regnen an, aber das war egal, ich war so gut durch die Nacht gekommen, was sollte mir da ein bisschen Regen anhaben?
Nochmal Regen am Morgen, aber trotzdem wars toll

Die letzten Stunden brachen an, die Müdigkeit, die ich so zwischen 3 und 5 Uhr gespürt hatte, verflog und ich freute mich schon sehr auf das Frühstück.Noch immer gefiel mir die Runde, die ich inzwischen schon mehr als 100mal gelaufen war - immer war auch das Mühlrad dabei, das doch wirklich toll aussieht.
So wie das Mühlrad sind wir auch gelaufen - mehr oder weniger langsam und stetig

Nach 12 Stunden dann die Schluss-Sirene, dann gab es eine Medaille von Gabi, Peter kam mit dem Messrad um die Restmeter zu vermessen und danach ging es ins Salinarium zu einer wunderbar warmen Dusche, einer leckeren Latte Macchiato und ein bisschen was zum Essen - und zur Siegerehrung, die flott über die Bühne ging. Ein paar Gespräche noch und dann bin ich glücklich und zufrieden nachhause gefahren. Gerne bin ich hier wieder dabei, wenn der 3. Salinenlauf 2016 wieder ausgerichtet wird!

Sonntag, 27. April 2014

Frankensteinlauf Darmstadt-Eberstadt, 26. April 2014

Eigentlich laufe ich ja keine Strecken, die kürzer als Marathon - dafür bin ich zu langsam. Aber wenn ein schöner Lauf in meiner Heimat stattfindet, dann laufe ich auch mal kürzere Strecken. So bin ich zum Frankensteinlauf gefahren und die 16 km Strecke mit ca. 380 Höhenmetern gelaufen. Die Wege sind mir vertraut, der Start ist vorm Mühltalbad, das ich ja sehr mag.
Hier war das Ziel und Wettkampfzentrum - wunderschön gelegen, das Mühltalbad
Die Strecke führt vom Mühltalbad kurz durch Eberstadt und dann den Schloßberg hoch bis zur Burg Frankenstein und dann noch ein Pendelstück die Strasse hinunter und zurück wieder hoch zur Burg. Danach laufen wir wieder zurück zum Mühltalbad.
Ab ca. km 6 laufe ich gemeinsam mit Mathias, einem jungen Läufer aus Sachsen-Anhalt, der seine Freundin hier besucht.Wir unterhalten uns gut, laufen locker und die Berge sind sehr gut zu laufen. Letzte werde ich nicht, was mir auch wurscht gewesen werde - und eine Wurscht gönne ich
mir dann im Ziel! Fazit: ein schöner Lauf, ein tolles grünes Laufshirt von Skinfit und eine gute Organisation. Aber letztlich bleibe ich doch lieber bei den langen Strecken.

Montag, 21. April 2014

Ostermarathon Hemsbach (und Christophs Geburtstagsmarathon), 19. April 2014

Laufen in Hemsbach heißt Kraxeln, denn es geht 6mal über den Kreuzberg und jede Runde hat rund 200 Höhenmeter, so dass am Ende 1.200 Höhenmeter bewältigt werden. Belohnt werden wir in jeder Runde mit wunderbaren Ausblicken und gerade jetzt in diesem phänomenalen Frühjahr ist das wirklich traumhaft (obwohl es dringend mal regnen müsste, die Böden sind sehr trocken). Und diesmal gibt es außerdem noch etwas zu feiern, denn Christoph feiert mit diesem Marathon seinen Geburtstag nach und lädt uns alle zu einer sehr schönen "After-Marathon"-Feier rund um die Förster-Braun-Hütte ein, die wir alle bei schönem Wetter voll und ganz genießen. Am Start sind wieder die üblichen Verdächtigen, fast alle kenne ich von vorherigen Läufen in Hemsbach oder auch vom Silbersee. So starten wir alle entspannt bei kühlen, aber angenehmen Temperaturen.
Kleines, höchst erlesenes Starterfeld...
Entgegen der Wettervorhersage reißt der Himmel auf und wir laufen die gesamte Strecke bei strahlendem Sonnenschein. Der Wind ist durchaus kräftig, stört aber kaum, weil wir ja meistens im Wald laufen. Die ersten drei Runden laufe ich mit Gabi und sie vergehen wie im Flug, weil wir die ganze Zeit quatschen (was haben eigentlich diese LäuferInnen ständig zu erzählen, seltsam...)
Ganz toll ist die Schafherde, die uns mit freundlichem Gleichmut in den ersten Runden begrüßt und auch viele kleine Lämmer bei sich hat.
Freundliche Schafherde und ein wunderbarer Ausblick ins Ried und bis in die Pfalz
Ganz wunderbar sind die vielen Schmetterlinge, die mich immer mal wieder begleiten und natürlich die grünenden Bäume - und ganz besonders freue ich mich über die Glyzinien am Ende jeder Runde, die im letzten Jahr noch nicht geblüht haben. Diesmal kann ich den Anblick und Duft in jeder Runde voll genießen, bleibe kurz stehen und schnuppere an diesen wunderschönen Blüten.
Irgendwann begegne ich Joe, der nach seiner schweren Achillessehnen-OP so langsam wieder in Tritt kommt und werde prompt von ihm fotografiert.
Joe erwischt mich kurz nach dem Kreuzberg

Weiter gehts und im Ziel gibts dann eine freudige Überraschung: Christoph hat eigens für seinen Geburtstagsmarathon eine Medaille für alle machen lassen, die uns gemeinsam mit der Urkunde überreicht wird! Bei leckerer Suppe, Kuchen und Kaffee bleiben wir noch eine ganze Weile zusammen - ein richtig toller Marathontag war das!